Startseite » Marsch für Frieden » Nato tötet zehn Kinder in Afghanistan – Bei einem Nato-Luftangriff im Osten Afghanistans sind nach Angaben afghanischer Behörden mindestens zehn Kinder und eine Frau getötet worden. Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat seine scharfe Kritik am NATO-Militäreinsatz im Land bekräftigt. Er sucht einen friedlichen Ausweg. Karzai rief die Taliban auf, die Waffen niederzulegen und sich am politischen Prozess zu beteiligen. Taliban-Anführer Mullah Omar könne 2014 Präsidentschaftskandidat werden und „den Afghanen die Möglichkeit geben, für ihn oder gegen ihn zu stimmen“.

Nato tötet zehn Kinder in Afghanistan – Bei einem Nato-Luftangriff im Osten Afghanistans sind nach Angaben afghanischer Behörden mindestens zehn Kinder und eine Frau getötet worden. Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat seine scharfe Kritik am NATO-Militäreinsatz im Land bekräftigt. Er sucht einen friedlichen Ausweg. Karzai rief die Taliban auf, die Waffen niederzulegen und sich am politischen Prozess zu beteiligen. Taliban-Anführer Mullah Omar könne 2014 Präsidentschaftskandidat werden und „den Afghanen die Möglichkeit geben, für ihn oder gegen ihn zu stimmen“.

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Karzai kritisiert erneut NATO-Einsatz in Afghanistan

2. April 2013, 06:23

 

foto: reuters/omar sobhani/files

Der afghanische Präsident Karzai ist nicht zufrieden mit dem NATO-Einsatz.

Die afghanische Regierung sei zudem vom Westen respektlos behandelt worden, sagt Präsident Hamid Karzai

Kabul/Brüssel – Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat seine scharfe Kritik am NATO-Militäreinsatz im Land bekräftigt. Dem Anti-Terror-Kampf mangle es an einer nachvollziehbaren Strategie. „Der Westen hat nicht die Rückzugsgebiete der Terroristen bekämpft, nicht ihre Trainingscamps“, sagte Karzai der „Süddeutschen Zeitung“. Das eigentliche Problem liege im Nachbarland Pakistan und sei nicht angegangen worden.

„Wie kann das logisch sein, wie kann man da zu Ergebnissen kommen“, fragte Karzai. Zugleich bemängelte er, dass seine Regierung vom Westen respektlos behandelt worden sei. „Wir möchten, dass diese Beziehungen besser funktionieren, wir möchten wie Verbündete behandelt werden, nicht wie ein Gegenstand.“

Aufruf zum Waffenstillstand

Karzai rief die Taliban auf, die Waffen niederzulegen und sich am politischen Prozess zu beteiligen. Taliban-Anführer Mullah Omar könne 2014 Präsidentschaftskandidat werden und „den Afghanen die Möglichkeit geben, für ihn oder gegen ihn zu stimmen“. 2014 stellt für Afghanistan eine Zäsur dar: Der Westen zieht seine Kampftruppen vom Hindukusch ab und Karzais Amtszeit endet – er darf laut Verfassung nicht mehr antreten.

Gespräche mit den Taliban

 Karzai hatte im Rahmen seiner Friedensbemühungen mit den Taliban am Wochenende Gespräche in Katar geführt. Dazu traf er mit dem Emir in Doha zusammen. Karzai strebt Verhandlungen zwischen den Aufständischen und dem Hohen Friedensrat Afghanistans in Doha an, die in einen politischen Prozess münden sollen. Friedensgespräche ausländischer Staaten mit den Taliban lehnt er ab. (APA, 2.4.2013)

Süddeutsche Zeitung: Karsai erhebt schwere Vorwürfe gegen den Westen

http://derstandard.at/1363706608030/Karzai-kritisiert-wiederholt-NATO-Einsatz-in-Afghanistan


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