Startseite » Marsch für das REcht auf Gesundheitsversorgung für alle » US-Krebskliniken weisen Patienten ab Für viele Krebs-Patienten in den USA geht es nach den jüngsten Haushaltskürzungen ums Überleben. Denn auch die öffentliche Krankenversicherung Medicare stutzt ihre Programme – etwa für Chemotherapie-Medikamente. Immer mehr Patienten werden deshalb von Kliniken abgewiesen.

US-Krebskliniken weisen Patienten ab Für viele Krebs-Patienten in den USA geht es nach den jüngsten Haushaltskürzungen ums Überleben. Denn auch die öffentliche Krankenversicherung Medicare stutzt ihre Programme – etwa für Chemotherapie-Medikamente. Immer mehr Patienten werden deshalb von Kliniken abgewiesen.

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Folge der Haushaltskürzungen

US-Krebskliniken weisen Patienten ab

Für viele Krebs-Patienten in den USA geht es nach den jüngsten Haushaltskürzungen ums Überleben. Denn auch die öffentliche Krankenversicherung Medicare stutzt ihre Programme – etwa für Chemotherapie-Medikamente. Immer mehr Patienten werden deshalb von Kliniken abgewiesen.

Von Timo Fuchs, SR-Hörfunkkorrespondent Washington

Seit einem vollen Monat schon schreiten die drastischen Haushaltskürzungen in den USA voran. Es sind automatische Kürzungen, die kein Politiker will, doch die beiden großen Parteien streiten seit eineinhalb Jahren darüber, wie man sie abmildern könnte. Bislang ohne Aussicht auf Einigung.

Hinweisschild auf ein Krebsforschungszentrum in San Diego (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes Vielen Patienten bleibt dieser Weg verschlossen: Krebszentrum bei San Diego Zum 1. April trat nun die nächste Stufe in Kraft, und die trifft die Amerikaner sogar bei ihrer Gesundheit. Krebspatienten werden nun in den USA von privaten Fachkliniken abgewiesen. Denn auch die Ausgaben durch das staatliche Gesundheitsprogramm Medicare wurden gekürzt. Damit erhalten die Krebskliniken weniger Geld für Chemotherapie-Medikamente, wenn sie Bezieher von Medicare behandeln.

Die Medikamente seien aber „einfach zu teuer, um sie trotzdem auszugeben“, erklärt Eric Berthel von einem nichtkommerziellen Gesundheits-Netzwerk ECHN in Connecticut. Da die privaten Kliniken die Medikamente selbst auch einkaufen und bezahlen müssen, bleibt nach dem gekürzten Ausgleich durch Medicare zu wenig Geld für den Betrieb des Unternehmens.

Audio: Krebskliniken in den USA weisen im Zuge von Sparmaßnahmen Patienten ab

AudioTimo Fuchs, ARD-Hörfunkstudio Washington 06.04.2013 11:12 | 3’00

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Aus einem Krebszentrum im Bundesstaat New York heißt es, „wenn wir die Patienten weiter behandeln, müssen wir dicht machen“. Mehr als 5000 Patienten will allein diese New Yorker Klinik abweisen. Auch in Maryland gibt ein Krebszentrum die bittere Nachricht für viele Patienten aus. Mehr als die Hälfte aller Behandelten dort seien auf Medicare angewiesen.

Nicht nur für Diana Coin ist das ein Schock. Sie bekam gerade erst die Nachricht, dass ihr Mann Blutkrebs hat. Danach folgte ein Brief, der mitteilte, dass ihn seine Klinik nicht behandeln wird. „Das ist niederschmetternd“, erzählt sie dem Sender WHTN.

Behandlung kostet mehrere tausend Dollar

Die Krebspatienten werden nun auf öffentliche Krankenhäuser umsteigen müssen. Doch nach einer Studie der Unternehmensberatung Milliman aus New York kostet die Behandlung dort durchschnittlich pro Jahr 6500 Dollar mehr. Ein Teil dieser Kosten wird auf die Patienten abgewälzt, und so leicht werde sich das keiner leisten können, meint Coin.

Präsident Obama und John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhauses, bei den Verhandlungen um die Schuldengrenze. (Foto: dapd) Großansicht des Bildes Scheiterten bei den Haushaltsverhandlungen: Präsident Obama und Republikaner-Führer Boehner Das Geld ist aber nicht das einzige Problem. Zwei Drittel aller Medicare Patienten mit Krebs werden offenbar zurzeit in privaten Kliniken behandelt. Sollten sie nun alle zu öffentlichen Einrichtungen wechseln müssen, wären die möglicherweise hoffnungslos überlaufen. In diesem Bereich dürfe es einfach keine Haushaltskürzungen geben, sagt Eric Berthel vom nichtkommerziellen Gesundheitsnetzwerk. Es gehe doch um die Gesundheit der Menschen.

Und so treiben US-Regierung und Kongress durch ihre Sparmaßnahmen die Patienten in Einrichtungen, die wohl zu erheblichen Mehrkosten für den Staat führen. Das ist sinnlos und bestürzend. Aber eine Einigung der Streithähne auf mildere Kürzungen ist trotzdem nicht in Sicht.

http://www.tagesschau.de/ausland/usa-krebs100.html


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