Startseite » Marsch für die soziale Ausrichtung der Wirtschaft » Die Lage ist explosiv. die offizielle Arbeitslosenquote liegt für Männer bei 22,5%, für Frauen bei 29%, für junge Leute bei über 50%. In einigen Regionen unseren Landes, die von radikaler Deindustrialisierung und der vollkommenen Auflösung wichtiger wirtschaftlicher Aktivitäten betroffen sind, liegt die Arbeitslosigkeit bei 80%. Die Löhne sind um 40% gekürzt worden, die Realeinkommen sind allerdings (wegen des steilenAppell griechischer AktivistInnen: Anstiegs der Steuerlast) noch stärker gesunken. Der Sozialstaat, insbesondere das nationale Gesundheitssystem, wird absichtlich abgebaut. Armut treibt, wie ihr wisst, Völker nicht ins linke Lager. Diese Tendenz kann nicht gestoppt werden, wenn es uns nicht gelingt, Leute mit Taten davon zu überzeugen, dass der einzige Ausweg auf der Seite der Solidarität, auf unserer Seite, zu finden ist. Auf Initiative von SYRIZA wurde die Kampagne „Solidarität mit allen“ ins Leben gerufen, sie versucht, die Entstehung von unabhängigen, nicht parteigebundenen Solidaritätsnetzwerken zu fördern. Unsere Erfahrung mit der Vielfalt der Solidaritäts-Netzwerke, die gerade entstehen, ist, dass sie ein wachsendes Vertrauen der Bürger in ihre kollektiven Möglichkeiten bewirken, weil sie ihnen sehr praktisch helfen, der totalen Depression und dem Zusammenbruch zu entkommen. Gleichzeitig vermitteln die entstehenden Netzwerke den Menschen die Erfahrung, dass ihre Kenntnisse und ihre Talente durch die Kooperation mit anderen wachsen und sie dadurch in die Lage versetzt werden, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Wir bitten nicht um wirtschaftliche Hilfe allgemein, obwohl wir das auch bitter nötig haben. Wir bitten Euch, Kollektive, Initiativen und die Anstrengungen vieler ganz normaler Menschen zu „adoptieren“. Wir möchten, dass Ihr sie kennenlernt, sie besucht und sogar – warum nicht? – an ihrer Seite handelt. Die Solidaritäts-Strukturen, die in Griechenland gerade entstehen, sind in vielen Bereichen aktiv: Lebensmittel, Gesundheit, Bildung, solidarische Ökonomie, Kultur, aber auch im Bereich der Rechtshilfe für unsere Mitbürger (außergewöhnliche Steuern, überschuldete Haushalte, Zwangsräumungen). Ein Schlüsselbereich sind Medikamente.Lasst uns alle zusammen anpacken, lasst uns unsere gemeinsame Zukunft auf der Basis von Solidarität und Gegenseitigkeit aufbauen.

Die Lage ist explosiv. die offizielle Arbeitslosenquote liegt für Männer bei 22,5%, für Frauen bei 29%, für junge Leute bei über 50%. In einigen Regionen unseren Landes, die von radikaler Deindustrialisierung und der vollkommenen Auflösung wichtiger wirtschaftlicher Aktivitäten betroffen sind, liegt die Arbeitslosigkeit bei 80%. Die Löhne sind um 40% gekürzt worden, die Realeinkommen sind allerdings (wegen des steilenAppell griechischer AktivistInnen: Anstiegs der Steuerlast) noch stärker gesunken. Der Sozialstaat, insbesondere das nationale Gesundheitssystem, wird absichtlich abgebaut. Armut treibt, wie ihr wisst, Völker nicht ins linke Lager. Diese Tendenz kann nicht gestoppt werden, wenn es uns nicht gelingt, Leute mit Taten davon zu überzeugen, dass der einzige Ausweg auf der Seite der Solidarität, auf unserer Seite, zu finden ist. Auf Initiative von SYRIZA wurde die Kampagne „Solidarität mit allen“ ins Leben gerufen, sie versucht, die Entstehung von unabhängigen, nicht parteigebundenen Solidaritätsnetzwerken zu fördern. Unsere Erfahrung mit der Vielfalt der Solidaritäts-Netzwerke, die gerade entstehen, ist, dass sie ein wachsendes Vertrauen der Bürger in ihre kollektiven Möglichkeiten bewirken, weil sie ihnen sehr praktisch helfen, der totalen Depression und dem Zusammenbruch zu entkommen. Gleichzeitig vermitteln die entstehenden Netzwerke den Menschen die Erfahrung, dass ihre Kenntnisse und ihre Talente durch die Kooperation mit anderen wachsen und sie dadurch in die Lage versetzt werden, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Wir bitten nicht um wirtschaftliche Hilfe allgemein, obwohl wir das auch bitter nötig haben. Wir bitten Euch, Kollektive, Initiativen und die Anstrengungen vieler ganz normaler Menschen zu „adoptieren“. Wir möchten, dass Ihr sie kennenlernt, sie besucht und sogar – warum nicht? – an ihrer Seite handelt. Die Solidaritäts-Strukturen, die in Griechenland gerade entstehen, sind in vielen Bereichen aktiv: Lebensmittel, Gesundheit, Bildung, solidarische Ökonomie, Kultur, aber auch im Bereich der Rechtshilfe für unsere Mitbürger (außergewöhnliche Steuern, überschuldete Haushalte, Zwangsräumungen). Ein Schlüsselbereich sind Medikamente.Lasst uns alle zusammen anpacken, lasst uns unsere gemeinsame Zukunft auf der Basis von Solidarität und Gegenseitigkeit aufbauen.

Neueste Beiträge

von Tassos Koronakis, Myrto Bolota, Natasha Theodorakopoulou

Die Lage ist explosiv. die offizielle Arbeitslosenquote liegt für Männer bei 22,5%, für Frauen bei 29%, für junge Leute bei über 50%. In einigen Regionen unseren Landes, die von radikaler Deindustrialisierung und der vollkommenen Auflösung wichtiger wirtschaftlicher Aktivitäten betroffen sind, liegt die Arbeitslosigkeit bei 80%. Die Löhne sind um 40% gekürzt worden, die Realeinkommen sind allerdings (wegen des steilen Anstiegs der Steuerlast) noch stärker gesunken.
Der Sozialstaat, insbesondere das nationale Gesundheitssystem, wird absichtlich abgebaut. In vielen Krankenhäusern fehlen wesentliche Hilfsmittel und Medikamente. Gleichzeitig verlieren viele Tausende von Bürgern wegen der hohen Arbeitslosigkeit ihren Anspruch auf öffentliche medizinische Versorgung. Selbstverständlich wurden Einrichtungen der Psychiatrie, Therapiezentren für Drogensüchtige und Frauenhäuser als erste abgebaut. Betroffene, wie z.B. chronisch Kranke, werden ihrem Schicksal überlassen, bzw. sind auf die Hilfe der Familienangehörigen und Freunde angewiesen.
In großen Städten wie Athen und Thessaloniki sind Fälle von Hunger nicht selten. Viele lokale Solidaritätsgruppen arbeiten – mit bescheidenen Mitteln angesichts der allgemeinen Lage – zusammen mit lokalen Läden und Gaststätten, um den Familien Lebensmittelpakete zukommen zu lassen. Oder sie richten Suppenküchen an öffentlichen Orten ein und bieten somit vielen Mitbürgern wenigstens eine Mahlzeit, wenngleich nicht jeden Tag.
Wir müssen hier auch ein anderes, ebenso gravierendes Problem benennen: den Aufstieg einer faschistischen Partei und die Intensität der Gewalt durch faschistische Banden.
Armut treibt, wie ihr wisst, Völker nicht ins linke Lager. Diese Tendenz kann nicht gestoppt werden, wenn es uns nicht gelingt, Leute mit Taten davon zu überzeugen, dass der einzige Ausweg auf der Seite der Solidarität, auf unserer Seite, zu finden ist.
Auf Initiative von SYRIZA wurde die Kampagne „Solidarität mit allen“ ins Leben gerufen, sie versucht, die Entstehung von unabhängigen, nicht parteigebundenen Solidaritätsnetzwerken zu fördern.
Unsere Erfahrung mit der Vielfalt der Solidaritäts-Netzwerke, die gerade entstehen, ist, dass sie ein wachsendes Vertrauen der Bürger in ihre kollektiven Möglichkeiten bewirken, weil sie ihnen sehr praktisch helfen, der totalen Depression und dem Zusammenbruch zu entkommen. Gleichzeitig vermitteln die entstehenden Netzwerke den Menschen die Erfahrung, dass ihre Kenntnisse und ihre Talente durch die Kooperation mit anderen wachsen und sie dadurch in die Lage versetzt werden, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Warum wenden wir uns an unsere Mitstreiter in Europa?

Einfach weil wir Euch um Unterstützung bitten. Wir können etwas Neues erkennen, das langsam in unserem Land Form annimmt, was wir noch nicht genau definieren können. Wir sind fester Bestandteil dessen, was allmählich aufgebaut wird und wir wollen es auch mit Euch zusammen aufbauen.
Wir bitten nicht um wirtschaftliche Hilfe allgemein, obwohl wir das auch bitter nötig haben. Wir bitten Euch, Kollektive, Initiativen und die Anstrengungen vieler ganz normaler Menschen zu „adoptieren“. Wir möchten, dass Ihr sie kennenlernt, sie besucht und sogar – warum nicht? – an ihrer Seite handelt. Wir wissen, dass viele von Euch aus Ländern des Südens und Ostens Europas kommen, wir alle haben mit gravierenden Problemen zu kämpfen. Lasst uns alle zusammen anpacken, lasst uns unsere gemeinsame Zukunft auf der Basis von Solidarität und Gegenseitigkeit aufbauen.
Darum wagen wir es, die Einrichtung von spezifischen Strukturen vorzuschlagen, deren Gestalt von Euch vorgeschlagen werden kann, um die Bedürfnisse der Menschen für eine bestimmte Zeitspanne zu decken. Eine solche Lösung würde den Menschen die Sorge um ihr tagtägliches Überleben nehmen und würde sie ermutigen, sich wirksamer für den Aufbau einer anderen Gesellschaft zu engagieren.
Die Solidaritäts-Strukturen, die in Griechenland gerade entstehen, sind in vielen Bereichen aktiv: Lebensmittel, Gesundheit, Bildung, solidarische Ökonomie, Kultur, aber auch im Bereich der Rechtshilfe für unsere Mitbürger (außergewöhnliche Steuern, überschuldete Haushalte, Zwangsräumungen).
Ein Schlüsselbereich sind Medikamente. Einige medizinische Einrichtungen im Lande haben angefangen, Impfungen für Kinder zu entwickeln, deren Familien aus dem nationalen Gesundheitssystem herausgefallen sind. Wir stehen in Verbindung mit sozialen Kliniken und sozialen Apotheken, um eine Liste von Medikamenten und Impfstoffen zu erstellen, die existentiell wichtig sind, deren Ankauf in vielen Ländern Europas billiger ist. Wir werden diese Liste bald veröffentlichen und Wege aufzeigen, wie die Medikamente in unser Land transportiert werden können.
Wir wollen vor allem unsere Würde bewahren. Mit diesem Brief laden wir Euch ein, zusammen einen Weg in eine andere Welt einzuschlagen, in der es mehr Licht gibt.

@AI:Kommunizieren können wir über Email: solidarityforall@gmail.com
Tassos Koronakis: 0030-6944-740.587; Myrto Bolota: 0030-6976-266.387; Natasha Theodorakopoulou: 0030-6977-346.322.
Florenz, den 10.11.2012

http://www.sozonline.de/2013/01/appell-griechischer-aktivistinnen-von-florenz-1010-november-2012/#more-7218

Griechenland helfen

1. März 2012

Die Zeit der Worte ist nie vorbei. Aber es gibt den Moment, von dem an sie nicht mehr ausreichen. Für Griechenland ist dieser Moment längst vergangen. Mütter geben ihre Kinder weg, weil sie sie nicht mehr ernähren können. Im Unterricht fallen Schüler in Ohnmacht, weil sie nicht genug zu Essen bekommen. Die Selbstmordrate steigt nicht einfach, sie explodiert. Wer oder was auch immer an dieser Situation Schuld trägt – wir dürfen das nicht zulassen. Wir müssen etwas tun.

Es gibt praktisch keine Hilfsvereine für ein entwickeltes Land wie Griechenland. Aber es gibt Initiativen. Ich bitte hiermit um Unterstützung für eine Initiative, die griechische und deutsche Geschäfts- und Privatleute in Norddeutschland – mit Epizentrum Heiligenhafen – vor knapp vier Wochen begonnen haben:

Norddeutschland hilft Griechenland.

Die Idee ist einfach. In Griechenland fehlt es an allem, und durch zwei wichtige Kontakte in die Region um Thessaloniki hat die Gruppe die Möglichkeit, Hilfsgüter und Geld an Stellen zu bringen, an denen sie direkt helfen: Über die lokalen Kirchen, in denen Popen im Moment überragende Arbeit bei der schnellen, unbürokratischen Hilfe vor allem für Familien leisten, die Haus, Hof und alles andere verloren haben. Und über die Organisation Ärzte der Welt, die versuchen, die Versorgung im zusammenbrechenden Gesundheitssystem zu gewährleisten (und ich werde an dieser Stelle für einen kurzen Augenblick über Pharmakonzerne meditieren, die durch Bestechung und Betrug jahrelang unglaublich überhöhte Preise aus einem Gesundheitssystem pressen und in der Sekunde weg sind, in dem sie ihr Drecksgeschäft nicht mehr durchziehen können – auch wenn das bedeutet, dass Menschen ihre überlebensnotwendigen Medikamente nicht mehr bekommen. Schande über euch!). Die Mitglieder der Initiative arbeiten und reisen auf eigene Kosten, das bedeutet, jeder Cent, jede Konserve, jede Jacke und jeder Rollstuhl, der gespendet wird, landet bei jemandem, der es unbedingt braucht.

Am Montag fährt die erste Hilfslieferung in einem Konvoi zusammen mit einer weiteren Initiative aus Frankfurt nach Thessaloniki. Nikos Chatzipanagiotidis, einer der Gründer von “Norddeutschland hilft Griechenland”, fliegt hin und begleitet vor Ort die Verteilung der Spenden. Ich werde seine Eindrücke weitergeben, sobald er vor Ort ist.

Ich habe mich schwergetan damit, so eine Initiative zu empfehlen. Lange hatte ich das Gefühl, so etwas kann und darf mitten in Europa nicht nötig sein. Dann hatte ich Bedenken, weil natürlich so schnell keine dieser Initiativen ein eingetragener oder gar gemeinnütziger Verein ist. Aber es geht nicht mehr anders, jetzt muss es schnell gehen. Ich habe rund um die Initiative nur echte Motivation gefunden, und ich werde sie weiter begleiten und ihre Berichte weitergeben, damit man sich ein Bild machen kann. Ich persönlich bin absolut überzeugt und kann wirklich nur diese eine Bitte wiederholen:

Gebt, was Ihr könnt! Geben Sie, was Sie können! Und geben Sie diese URL weiter:

http://www.norddeutschland-hilft-griechenland.de

Wir sind alle Griechen. Danke.

http://pantelouris.de/2012/03/01/griechenland-helfen/

http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland2634.html

Griechenland: Selbsthilfe-Initiative

Direktverkauf in Griechenland (Bild: SWR) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Direktverkauf in Griechenland ]
Angefangen hat alles im Februar in Nordgriechenland mit Kartoffeln. Eine Universität und eine Bürgerinitiative starteten den Direktverkauf vom Bauern an die Verbraucher unter Ausschluß der Zwischenhändler. Und der Initiative der Kartoffelproduzenten folgten dann bald andere Anbieter.

So werden seit kurzem auch Honig, Olivenöl, Bohnen und Reis direkt verkauft, wesentlich billiger als in den Läden. Das kommt sowohl der Bevölkerung entgegen, die durch den harten Sparkurs der Regierung immer weniger Geld zur Verfügung hat und selbst bei Grundnahrungsmitteln sparen muß. Es hilft aber auch den Bauern, die deutlich mehr für ihre Ware bekommen.

Autorin: Caroline Wenzel

Zur Parlamentswahl am Sonntag eine Live-Schalte zum ARD-Korrespondenten Peter Dalheimer in Athen


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