Startseite » Demokratisierungsmarsch für Deutschland » Arbeitgeber sperren in Arbeitszeitkonflikt 67.000 Lehrer aus. Hintergrund der größten Aussperrung in Dänemarks Geschichte ist eine von der Regierung geplante Volksschulreform, die ab dem Schuljahr 2014/15 unter anderem mehr von Lehrpersonal geführte Unterrichtsstunden fordert. Die kommunalen und staatlichen Arbeitgeber wollen es künftig ganz den Schulleitungen überlassen, über die Verteilung der Arbeitszeit ihres Personals zu entscheiden. Dies, so fürchtet die Lehrergewerkschaft, könnte dazu führen, dass keine Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts reserviert wird..

Arbeitgeber sperren in Arbeitszeitkonflikt 67.000 Lehrer aus. Hintergrund der größten Aussperrung in Dänemarks Geschichte ist eine von der Regierung geplante Volksschulreform, die ab dem Schuljahr 2014/15 unter anderem mehr von Lehrpersonal geführte Unterrichtsstunden fordert. Die kommunalen und staatlichen Arbeitgeber wollen es künftig ganz den Schulleitungen überlassen, über die Verteilung der Arbeitszeit ihres Personals zu entscheiden. Dies, so fürchtet die Lehrergewerkschaft, könnte dazu führen, dass keine Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts reserviert wird..

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Lehrer ausgesperrt

Zwangsferien für dänische Schüler

International Heute, 12:54
Dänemark: Auch Geographie fällt aus.
Dänemark: Auch Geographie fällt aus. (Bild: Keystone/ EPA/ Steffen Ortmann)
Für rund 875’000 dänische Schülerinnen und Schüler sind die Osterferien in Zwangsferien übergegangen. Die Lehrer sind ausgesperrt, der Unterricht fällt aus. Hintergrund ist der Streit um eine Schulreform.
Ingrid Meissl, Stockholm

Nachdem auch der letzte Schlichtungsversuch erfolglos blieb, haben die Arbeitgeber am Dienstag 50’000 kommunal angestellte Primarschullehrer sowie 17’000 staatliche Lehrer ausgesperrt.

Streit um Arbeitszeiten

Grund der umfangreichsten Aussperrung in Dänemarks Geschichte sind nicht Lohnforderungen, sondern ein Streit über die Gestaltung der Arbeitszeit. Die kommunalen und staatlichen Arbeitgeber wollen es künftig ganz den Schulleitungen überlassen, über die Verteilung der Arbeitszeit ihres Personals zu entscheiden. Dies, so fürchtet die Lehrergewerkschaft, könnte dazu führen, dass keine Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts reserviert wird. Hintergrund der Aussperrung ist eine von der Regierung geplante Volksschulreform, die ab dem Schuljahr 2014/15 unter anderem mehr von Lehrpersonal geführte Unterrichtsstunden fordert.

Vom Ausstand nicht betroffen ist beamtetes Personal, das rund ein Fünftel der gesamten Lehrerschaft ausmacht, und dafür sorgt, dass der Unterricht an einigen Orten wie gewohnt stattfindet. Die grosse Mehrzahl der Schulen bleibt jedoch leer, und dies voraussichtlich für längere Zeit. In der Streikkasse der dänischen Lehrervereinigung ist Geld genug für einen zehnwöchigen Konflikt.

Sache der Tarifpartner

Beobachter rechnen jedoch damit, dass die Regierung nach rund zwei Wochen in den Konflikt eingreifen und den Ausstand beenden dürfte. Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt sagte am Dienstag anlässlich ihrer wöchentlichen Pressekonferenz, sie habe nicht die Absicht, in den Konflikt einzugreifen. Streiks und Aussperrungen seien Instrumente des dänischen Modells, in dessen Rahmen sich die Tarifpartner ohne Einmischung der Politiker einigten.

Bis es soweit ist, haben vor allem die dänischen Eltern unter dem Arbeitskonflikt zu leiden, müssen sie doch die Betreuung ihrer unfreiwillig schulfreien Kinder lösen.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/60000-lehrer-ausgesperrt-zwangsferien-fuer-daenische-schueler-1.18056899


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