Startseite » Demokratisierungsmarsch » Die Todesumstände des 1973 verstorbenen chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda werden nach 40 Jahren genauer untersucht. Sein Chauffeur und persönlicher Assistent, Manuel Anaya, erklärte aber vor zwei Jahren, Neruda sei von Agenten des Pinochet-Regimes vergiftet worden. Neruda war zwölf Tage nach dem Staatsstreich von General Pinochet in einer Klinik in Santiago gestorben, wenige Tage bevor er nach Mexiko ins Exil reisen wollte. Er war ein Anhänger von Salvador Allende und Mitglied der kommunistischen Partei. Der frühere christlichdemokratische Präsident Eduardo Frei Montalva starb 1982 nach einer Leistenbruch-Operation unter mysteriösen Umständen in derselben Klinik Santa María. Bei seiner Exhumierung wurden Überreste von Thallium und Senfgas gefunden. Pablo Neruda wollte nicht nur die Dichtung seiner Heimat erneuern, er war auch das Sprachrohr des einfachen Volkes im Kampf gegen den Faschismus. Seine Poesie ist auch heute noch Ausdruck eines humanen Sozialismus. Nerudas Lebensweg kann beispielhaft für den vieler Intellektueller seiner Zeit gesehen werden. Sein Leben war geprägt von der Suche nach dem richtigen Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit, er verirrte sich in Abwege und Widersprüche und war dennoch konsequent im Einsatz für die Schwachen und Unterdrückten. Während der Pinochet-Diktatur von 1973 bis 1990 waren die Werke des Literaturnobel­preisträgers in Chile verboten: „Nimm mir das Brot weg, wenn du es willst, nimm mir die Luft weg, aber laß mir dein Lachen.“

Die Todesumstände des 1973 verstorbenen chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda werden nach 40 Jahren genauer untersucht. Sein Chauffeur und persönlicher Assistent, Manuel Anaya, erklärte aber vor zwei Jahren, Neruda sei von Agenten des Pinochet-Regimes vergiftet worden. Neruda war zwölf Tage nach dem Staatsstreich von General Pinochet in einer Klinik in Santiago gestorben, wenige Tage bevor er nach Mexiko ins Exil reisen wollte. Er war ein Anhänger von Salvador Allende und Mitglied der kommunistischen Partei. Der frühere christlichdemokratische Präsident Eduardo Frei Montalva starb 1982 nach einer Leistenbruch-Operation unter mysteriösen Umständen in derselben Klinik Santa María. Bei seiner Exhumierung wurden Überreste von Thallium und Senfgas gefunden. Pablo Neruda wollte nicht nur die Dichtung seiner Heimat erneuern, er war auch das Sprachrohr des einfachen Volkes im Kampf gegen den Faschismus. Seine Poesie ist auch heute noch Ausdruck eines humanen Sozialismus. Nerudas Lebensweg kann beispielhaft für den vieler Intellektueller seiner Zeit gesehen werden. Sein Leben war geprägt von der Suche nach dem richtigen Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit, er verirrte sich in Abwege und Widersprüche und war dennoch konsequent im Einsatz für die Schwachen und Unterdrückten. Während der Pinochet-Diktatur von 1973 bis 1990 waren die Werke des Literaturnobel­preisträgers in Chile verboten: „Nimm mir das Brot weg, wenn du es willst, nimm mir die Luft weg, aber laß mir dein Lachen.“

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Durch das Pinocher-Regime vergiftet?

Der chilenische Nobelpreisträger Pablo Neruda soll exhumiert werden

mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Neruda

Werner Marti, Buenos Aires ⋅ Die Todesumstände des 1973 verstorbenen chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda werden nach 40 Jahren genauer untersucht. Der zuständige Richter gab am Montag bekannt, dass dazu die sterblichen Überreste, die bei dessen Haus im Badeort Isla Negra an der chilenischen Pazifikküste begraben sind, in der ersten Hälfte April exhumiert werden sollen.

Neruda war zwölf Tage nach dem Staatsstreich von General Pinochet in einer Klinik in Santiago gestorben, wenige Tage bevor er nach Mexiko ins Exil reisen wollte. Er war ein Anhänger von Salvador Allende und Mitglied der kommunistischen Partei. Nach offizieller Version war ein Prostatakrebs, an dem er litt, die Todesursache. Dies wurde auch von seiner verstorbenen Frau sowie der Stiftung, die sein Werk verwaltet, akzeptiert. Sein Chauffeur und persönlicher Assistent, Manuel Anaya, erklärte aber vor zwei Jahren, Neruda sei von Agenten des Pinochet-Regimes vergiftet worden. Laut Anaya ist dies mit einer Giftspritze geschehen, als Neruda in der Klinik Santa María in Santiago interniert war. Die kommunistische Partei Chiles hat darauf bei der Justiz eine Untersuchung verlangt.

Neruda ist nicht der erste prominente Fall, bei dem untersucht wird, ob er vom Pinochet-Regime ermordet wurde. Der frühere christlichdemokratische Präsident Eduardo Frei Montalva starb 1982 nach einer Leistenbruch-Operation unter mysteriösen Umständen in derselben Klinik Santa María. Bei seiner Exhumierung wurden Überreste von Thallium und Senfgas gefunden. Der Gerichtsfall ist noch nicht abgeschlossen. Kürzlich wurde ausserdem der Tod von Salvador Allende am Tag des Militärputsches von 1973 neu untersucht. Dabei hat sich aber die These des Selbstmordes bestätigt.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/der-chilenische-nobelpreistraeger-pablo-neruda-soll-exhumiert-werden-1.18041719

Pablo Neruda – Dein Lachen

Dein Lachen

Nimm mir das Brot weg, wenn du
es willst, nimm mir die Luft weg,
aber laß mir dein Lachen.
Laß mir die Rosenblüte,
den Spritzstrahl, den du versprühst,
dieses Wasser, das plötzlich
aufschießt in deiner Freude,
die jähe Pflanzenwoge,
in der du selbst zur Welt kommst.

Mein Kampf ist hart, und manchmal
komme ich heim mit müden
Augen, weil ich die Welt
gesehn, die sich nicht ändert,
doch kaum trete ich ein,
steigt dein Lachen zum Himmel,
sucht nach mir und erschließt mir
alle Türen des Lebens.

Meine Liebe, auch in der
dunkelsten Stunde laß dein
Lachen aufsprühn, und siehst du
plötzlich mein Blut als Pfütze
auf den Steinen der Straße,
so lache, denn dein Lachen
wird meinen Händen wie ein
frisch erglänzendes Schwert sein.

Und am herbstlichen Meer
soll deines Lachens Sturzflut
gischtend himmelwärts steigen,
und im Frühling, du Liebe,
wünsche ich mir dein Lachen
als Blüte, lang erwartet,
blaue Blume, die Rose
meines klingenden Landes.

Lache über die Nacht,
über den Tag, den Mond,
lache über die krummen
Gassen unserer Insel,
lache über den Burschen,
den Tolpatsch, der dich liebt,
aber wenn ich die Augen
öffne, wenn ich sie schließe,
wenn meine Schritte fortgehn,
wenn sie dann wiederkommen,
nimm mir das Brot, die Luft,
nimm mir das Licht, den Frühling,
aber niemals dein Lachen,
denn sonst würde ich sterben.

Pablo Neruda

http://thedailyfreak.wordpress.com/mindfood/pablo-neruda-dein-lachen/

http://www.el-poeta.de/

Pablo Neruda

Pablo Neruda wollte nicht nur die Dichtung seiner Heimat erneuern, er war auch das Sprachrohr des einfachen Volkes im Kampf gegen den Faschismus. Seine Poesie ist auch heute noch Ausdruck eines humanen Sozialismus.

Nerudas Lebensweg kann beispielhaft für den vieler Intellektueller seiner Zeit gesehen werden. Sein Leben war geprägt von der Suche nach dem richtigen Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit, er verirrte sich in Abwege und Widersprüche und war dennoch konsequent im Einsatz für die Schwachen und Unterdrückten.

Pablo Neruda kämpfte nicht nur politisch auf Seiten des Kommunismus, auch sein poetisches Werk ist Ausdruck von großer Einfühlsamkeit für die Bedürfnisse und Wünsche des kleinen Mannes. Im Kampf für soziale Gerechtigkeit und eine neue und eigenständige Identität Chiles entstanden Verse, die noch heute, knapp 100 Jahre nach seiner Geburt, Gültigkeit haben.

Biografie: Der Poet

Pablo Nerudas politische Erfolge gehen einher mit seinem literarischen Erfolg, der durch die Verleihung des Nobelpreises für Literatur am 21.10.1971 seinen Höhepunkt erreicht. Der meistgelesene chilenische Dichter wird für seine melancholische Poesie ausgezeichnet. Thematisch kreist sein dichterisches Werk um die Liebe, die Natur, seine chilenische Heimat und das Individuum in der Gesellschaft. Mit „Dichter der verletzten Menschenwürde“ beschrieb die Stockholmer Akademie nach der Verleihung des Nobelpreises im Kern das Bestreben des dichterischen Werkes Pablo Nerudas.

Er erreichte mit seiner erzählenden Lyrik alle Volksschichten. Die Spannweite seiner erzählenden und stimmungsvollen Lyrik reicht von einer leidenschaftlich explosiven bis zu einer sinnlich zärtlichen Ansprache, die den Leser als unmittelbar miterlebenden Dialogpartner erfasst, eine sinnenstarke Poesie der Leidenschaft, Kraft und Musikalität.


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