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Schweizer Banken verlangen von deutschen Steuerhinterziehern jetzt Selbstanzeigen: Allein aus Deutschland lagern zwischen Bodensee und Genfer See geschätzte 150 bis 200 Milliarden Euro. Viele Banken wollen das Kapitel jetzt abschließen! Das könnte jetzt viel mehr Gelder bringen als das von der Regierung ausgehandelte und am Bundesrat gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz

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Schweiz: Bankkunden zu Selbstanzeige gedrängt

4. März 2013, 10:46
  • Internationaler Druck sorgt dafür, dass die Schweiz ihre Augen vor dem "Problem Schwarzgeld" nicht länger verschließen kann.
    foto: ap/michael sohn

    Internationaler Druck sorgt dafür, dass die Schweiz ihre Augen vor dem „Problem Schwarzgeld“ nicht länger verschließen kann.

Dieses Vorgehen der Banken könnte Deutschland mehr bringen als das gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz

Die Schweiz gilt als Paradies für Steuerflüchtlinge. Allein aus Deutschland lagern zwischen Bodensee und Genfer See geschätzte 150 bis 200 Milliarden Euro. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) wollen viele Banken das Kapitel „Schwarzgeld“ jetzt aber abschließen. Unter anderem wegen angekaufter CDs mit Daten von Steuerhinterziehern haben sie seit Jahren Ärger mit deutschen Steuerfahndern.

Vermögen dem Fiskus melden

Die Banken wollen ihre wohlhabenden ausländischen Kunden nun dazu bringen, unversteuertes Vermögen dem Fiskus zu melden: Entweder weisen die Klienten nach, dass sie ihr Vermögen ordnungsgemäß versteuern, oder sie fliegen raus, heißt es. In letzter Konsequenz sei die Geschäftsbeziehung nämlich aufzulösen, berichtet die SZ.

US-Anleger kennen dieses Prozedere schon seit Längerem: Bereits vor Jahren hatten US-Gerichte etwa die UBS dazu gezwungen, Kundendaten herauszurücken. Wer nicht nachweisen konnte, sein Vermögen versteuert zu haben, bekam sein Geld ausbezahlt und musste gehen.

Welle von Selbstanzeigen

Nun vermittelt etwa die Credit Suisse ihren Klienten Rechtsanwälte, die dabei behilflich sein sollen, unversteuertes Vermögen zu melden und in legales Kapital umzuwandeln, berichtet die Zeitung.

Steueranwalt Jan Olaf Leisner, der mit seiner Kanzlei in München und Zürich viele Mandanten betreut, die Schulden beim Finanzamt haben, erwartet laut SZ die „bislang größte Welle von Selbstanzeigen“ in Deutschland und ist davon überzeugt, dass es in der Schweiz schon in wenigen Jahren kein unversteuertes Geld aus Deutschland mehr geben werde.

Diese Flucht nach vorn treten die Banken nicht ganz freiwillig an. Dem voraus gingen Durchsuchungen und Ermittlungen gegen Mitarbeiter. Zudem schädigten Tausende beschuldigte Kunden und Geldbußen in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro für die Credit Suisse und Julius Bär den Ruf der Branche.

Steuerabkommen gescheitert

Dem deutschen Fiskus wird dieses Vorgehen laut SZ voraussichtlich mehr bringen als das gescheiterte Abkommen mit der Schweiz gebracht hätte. Dieses war im Dezember am Widerstand der SPD und der Grünen im Bundesrat gescheitert. (part, derStandard.at, 4.3.2013)


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