Startseite » Marsch für die soziale Ausrichtung der Wirtschaft » „Drogenökonomie in Afghanistan“ – Das von der Nato, ISAF und der Bundeswehr kontrollierte Afghanistan ist der größte Opiumproduzent der Welt ist und hat diese Position in den letzten Jahren mit steigender Opiumproduktion ausgebaut. So lag der Opiumanteil Afghanistans an der weltweiten Opiumproduktion im Jahre 2011 bei ganzen 92 Prozent. Wer dachte, dass das Rauschgiftgeschäft vor allem durch die Taliban beherrscht wird, der wurde eines Besseren belehrt: „Die Taliban ist nur eine kleine Gruppe der Profiteure der afghanischen Drogenökonomie und verdient nur einen kleinen Anteil am Opiathandel“ erklärt Janet Kursawe. Der weitaus größere Teil wurde im internationalen Drogenhandel außerhalb Afghanistans verdient. Opium Drogenkonsum in Afghanistan steigt rasant Innerhalb von fünf Jahren verdoppelte sich die Zahl der Heroin-Konsumenten. Auch der Gebrauch von Opium nimmt am Hindukusch rasant zu. Opium Drogenkonsum in Afghanistan steigt rasant Innerhalb von fünf Jahren verdoppelte sich die Zahl der Heroin-Konsumenten. Auch der Gebrauch von Opium nimmt am Hindukusch rasant zu. „Afghanistan ist ‘Weltmarktführer’ im Opiumanbau und läuft bald Marroko den Rang ab beim Cannabisanbau“. Insgesamt sei etwa eine Million der 15- bis 64-jährigen Afghanen drogenabhängig. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von acht Prozent – doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt.

„Drogenökonomie in Afghanistan“ – Das von der Nato, ISAF und der Bundeswehr kontrollierte Afghanistan ist der größte Opiumproduzent der Welt ist und hat diese Position in den letzten Jahren mit steigender Opiumproduktion ausgebaut. So lag der Opiumanteil Afghanistans an der weltweiten Opiumproduktion im Jahre 2011 bei ganzen 92 Prozent. Wer dachte, dass das Rauschgiftgeschäft vor allem durch die Taliban beherrscht wird, der wurde eines Besseren belehrt: „Die Taliban ist nur eine kleine Gruppe der Profiteure der afghanischen Drogenökonomie und verdient nur einen kleinen Anteil am Opiathandel“ erklärt Janet Kursawe. Der weitaus größere Teil wurde im internationalen Drogenhandel außerhalb Afghanistans verdient. Opium Drogenkonsum in Afghanistan steigt rasant Innerhalb von fünf Jahren verdoppelte sich die Zahl der Heroin-Konsumenten. Auch der Gebrauch von Opium nimmt am Hindukusch rasant zu. Opium Drogenkonsum in Afghanistan steigt rasant Innerhalb von fünf Jahren verdoppelte sich die Zahl der Heroin-Konsumenten. Auch der Gebrauch von Opium nimmt am Hindukusch rasant zu. „Afghanistan ist ‘Weltmarktführer’ im Opiumanbau und läuft bald Marroko den Rang ab beim Cannabisanbau“. Insgesamt sei etwa eine Million der 15- bis 64-jährigen Afghanen drogenabhängig. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von acht Prozent – doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt.

Neueste Beiträge

Vortrag von Janet Kursawe

Drogenökonomie in Afghanistan

8. November 2012.

Am vergangenen Dienstag hielt Janet Kursawe im Rheinischen Landesmuseum in Bonn einen Vortrag über die „Drogenökonomie in Afghanistan“. Janet Kursawe hat sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit der Drogenökonomie in Afghanistan, Iran und Pakistan beschäftigt, wo sie anschließend mehrere Forschungs- und Studienaufenthalte verbrachte. Seit 2009 arbeitet sie als wissenschaftliche Referentin im Arbeitsbereich Frieden & Nachhaltige Entwicklung an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg. Für einen Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Afghanistan – Land im Aufbruch. Aber wohin?“ war sie daher prädestiniert. Diese wurde vom Netzwerk Friedenskooperative mit Unterstützung der ‘Stiftung Internationales und Wissenschaft’ der Stadt Bonn organisiert.

Frei nach dem Motto, dass die Qualität einer Veranstaltung nicht an der Besucherzahl gemessen werden kann, offerierte sie in ihrem Vortrag interessante Fakten und Lösungsansätze zum Thema, die anschließend in kleiner Runde mit reger Beteiligung diskutiert wurden.

Ihr Vortrag betonte zunächst die Tatsache, dass Afghanistan der größte Opiumproduzent der Welt ist und diese Position in den letzten Jahren mit steigender Opiumproduktion ausgebaut hat. „Afghanistan ist ‘Weltmarktführer’ im Opiumanbau und läuft bald Marroko den Rang ab beim Cannabisanbau“ erklärt Janet Kursawe. Tatsächlich sind die Zahlen beängstigend und spielen sich auf einem nur schwer vorstellbaren Niveau ab. So lag der Opiumanteil Afghanistans an der weltweiten Opiumproduktion im Jahre 2011 bei ganzen 92 Prozent. Ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Gründe führte zu dieser erschreckenden Bilanz.

Zum einen ist beispielsweise die finanzielle Abhängigkeit der Bauern vom illegalen Drogenanbau ein wesentlicher Grund. Faktisch ist der durchschnittliche Preis für Opium seit 2010 drastisch gestiegen und liegt ein Vielfaches über dem Verkaufspreis von herkömmlichen Anbauprodukten wie Weizen, Reis oder Mais. Opium erreicht damit ein sehr stabiles Preisniveau und ist für die afghanischen Bauern wesentlich lukrativer als die legalen Alternativen.

Zum anderen hat sich das illegale Geschäft sehr gut organisiert und ist inzwischen immun gegen jegliche Bekämpfungsmaßnahmen. Janet Kursawe erklärte in ihrem Vortrag, dass ehemalige Warlords inzwischen bewusst in das politische System und in die Regierung integriert werden, um diese besser kontrollieren zu können. Dies führte jedoch dazu, dass diese Personen ganz gezielt gefördert wurden und entsprechend wirtschaftliche und politische Möglichkeiten erhalten haben.

Hinzu kommt, dass viele Maßnahmen gegen den Drogenanbau aufgrund struktureller Bedingungen Afghanistans erfolglos blieben. Es gab beispielsweise viele Versuche die Anbaufelder flächendeckend zu vernichten. Diese Versuche scheiterten jedoch, da die Anbauflächen entweder schlicht zu weiträumig sind oder weil die Beauftragten durch ihr korruptes Verhalten der Maßnahme entgegenwirkten. Zudem sind viele Bauern durch die Vernichtung ihrer Felder in Existenznot geraten. Dies veranschaulicht, dass dieser Ansatz keinen sinnvollen Lösungsweg darstellen kann.

Des Weiteren bestehen große regionale Unterschiede des Opium- und Cannabisanbaus in Afghanistan. Auffällig ist, dass der mit Abstand größte Teil im Süden des Landes angebaut wird, während in nördlicheren weiten Teilen ein nur verschwindend geringer Anbau betrieben wird. Diese Disparität hat sich in den letzten Jahren immer mehr verschärft. Interessanterweise korreliert damit der Drogenanbau mit der Intensität des Krieges im Land. Anders ausgedrückt werden dort verstärkt Drogen angebaut, wo auch der Krieg am stärksten ist. Ob tatsächlich ein Zusammenhang hierzwischen besteht oder ob es sich um eine zufällige Gegebenheit handelt, bleibt offen.

Als weiterer überraschender Fakt wurde die Rolle der Taliban innerhalb des afghanischen Drogenhandels dargestellt. Wer dachte, dass das Rauschgiftgeschäft vor allem durch die Taliban beherrscht wird, der wurde eines Besseren belehrt: „Die Taliban ist nur eine kleine Gruppe der Profiteure der afghanischen Drogenökonomie und verdient nur einen kleinen Anteil am Opiathandel“ erklärt Janet Kursawe. Der weitaus größere Teil wurde im internationalen Drogenhandel außerhalb Afghanistans verdient.

Die anschließende Diskussion, die von Andreas Heinemann-Grüder (Politikwissenschaftler an der Universität Bonn) moderiert wurde, ergänzte den Vortrag von Janet Kursawe noch um einige interessante Aspekte. In der Diskussion wurde klar, dass es für Afghanistan keine schnelle Lösung für das Drogenproblem gibt und die internationale Gemeinschaft umfassendere und an den Menschen orientiertere Lösungen entwickeln muss.

Zur Veranstaltung fügte Janet Kursawe noch hinzu: “Sehr schade, dass nur so wenige da waren. Aber das spiegelt wohl auch ein wenig das derzeitige Interesse an Afghanistan wieder. Sehr bedauerlich!” Insgesamt handelte es sich dennoch um einen sehr informativen Abend, der durch Fakten, Hintergrundinformationen und unterschiedliche Ansichten das Thema beleuchtete.

Eine Dokumentation mit weiteren Informationen über die Veranstaltungsreihe ist hier zu finden.

http://rheinraum-online.de/2012/11/08/drogenokonomie-in-afghanistan-2/

Opium Drogenkonsum in Afghanistan steigt rasant

Innerhalb von fünf Jahren verdoppelte sich die Zahl der Heroin-Konsumenten. Auch der Gebrauch von Opium nimmt am Hindukusch rasant zu.

© Paula Bronstein/Getty Images

Heroinabhängiger Afghane in Kabul. Immer mehr Menschen konsumieren die DrogeHeroinabhängiger Afghane in Kabul. Immer mehr Menschen konsumieren die Droge

In Afghanistan wird mehr Opium gewonnen als in jedem anderen Land der Welt . Offenbar ist das produzierte Rauschgift aber nicht nur für den Export bestimmt: Wie aus einer in Kabul vorgestellten UN-Studie hervorgeht, ist der Drogenkonsum unter den Afghanen stark angestiegen. Demnach wuchs in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Opium-Konsumenten um 53 Prozent auf 230.000. Die Zahl der Heroin-Konsumenten nahm auf 120.000 zu, das ist mehr als doppelt so viel wie vor fünf Jahren.

Auch Cannabis sowie Schmerz- und Beruhigungsmittel würden als „Selbstmedikation gegen die Härten des Lebens“ eingesetzt, sagte der Chef des UN-Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung (UNODC), Antonio Maria Costa. „Nach drei Jahrzehnten des Kriegstraumas haben die grenzenlose Verfügbarkeit billiger Drogen und der beschränkte Zugang zu Behandlungsmethoden zu einem großen und wachsenden Abhängigkeitsproblem in Afghanistan geführt.“ Insgesamt sei etwa eine Million der 15- bis 64-jährigen Afghanen drogenabhängig. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von acht Prozent – doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt.

Lediglich zehn Prozent der für die Studie befragten Drogenkonsumenten haben bislang eine Therapie erhalten. 90 Prozent gaben dagegen an, eine Behandlung zu benötigen.

Der Studie zufolge könnte die Zahl der Drogenabhängigen weiter zunehmen, da Opium häufig auch Kinder erhielten: Etwa 50 Prozent der drogenabhängigen Eltern tun dies.

http://www.zeit.de/gesellschaft/2010-06/afghanistan-drogen-konsum


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: