Startseite » Demokratisierungsmarsch » Organisieren die Palästinensern eine dritte Intifada gegen die israelische Besatzung nach dem Tod eines palästinensischen Gefangenen in israelischer Haft! Abbas spricht nach der Autopsie von einer Tötung Arafat Jardats durch Folter! Pathologe: Palästinenser in Israel zu Tode gefoltert. Aus Protest waren am Sonntag etwa 4.500 Palästinenser in israelischer Haft in einen eintägigen Hungerstreik getreten.

Organisieren die Palästinensern eine dritte Intifada gegen die israelische Besatzung nach dem Tod eines palästinensischen Gefangenen in israelischer Haft! Abbas spricht nach der Autopsie von einer Tötung Arafat Jardats durch Folter! Pathologe: Palästinenser in Israel zu Tode gefoltert. Aus Protest waren am Sonntag etwa 4.500 Palästinenser in israelischer Haft in einen eintägigen Hungerstreik getreten.

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In israelischem Gefängnis gestorbener Palästinenser beerdigt  Abbas: Israel verantwortlich – Mann soll zu Tode gefoltert worden sein – Erneut Unruhen im Westjordanland Ramallah/Jerusalem – Etwa 25.000 Menschen haben am Montag einem in israelischer Haft gestorbenen Palästinenser das letzte Geleit gegeben. In Sprechchören wurde der in ein grünes Tuch gehüllte Arafat Jaradat in Hebron und in seiner Heimatstadt Sair als „Märtyrer“ gepriesen. Vereinzelt wurde in die Luft geschossen. Am Vorabend hatte der palästinensische Minister für Häftlingsfragen, Issa Karake, nach einer Autopsie mitgeteilt, der 30-Jährige sei zu Tode gefoltert worden. Israel betonte, die Todesursache stehe noch nicht fest. Unterdessen kam es im Westjordanland zu den von Israel befürchteten neuen gewalttätigen Demonstrationen für die Freilassung von vier Häftlingen, die sich seit Monaten im Hungerstreik befinden. Militär und Polizei waren zuvor bereits in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Im Raum Hebron südlich von Jerusalem und beim israelischen Ofer-Militärgefängnis bewarfen Demonstranten die Ordnungskräfte mit Steinen und setzten Autoreifen in Brand. Militär und Polizei schossen mit Tränengasgranaten und Gummigeschossen auf die Demonstranten. Israelische Medien warnten vor einem möglichen neuen Flächenbrand im Westjordanland, einer dritten Intifada. Tod im Gefängnis Jaradat war am Samstag sechs Tage nach seiner Festnahme wegen Steinewerfens im nordisraelischen Gefängnis Megiddo gestorben. Zunächst hatten die Behörden von Herzversagen gesprochen. Nach der Autopsie hieß es dann, es gebe keine größeren Anzeichen für äußere Verletzungen. Zwei gebrochene Rippen, innere Blutungen sowie Abschürfungen könnten Folge von Wiederbelebungsversuchen sein. Vor einem endgültigen Urteil müssten noch mikroskopische und toxikologische Untersuchungen abgeschlossen werden. Angesichts der seit Tagen zunehmend gewalttätigen Unruhen im Westjordanland hatte Israels Regierungschef Ministerpräsident Benjamin Netanyahu Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) am Vortag zur Wiederherstellung der Ordnung aufgerufen. Zur Beruhigung der Lage gab Israel zudem umgerechnet 75 Millionen Euro Steuern und Zölle frei, die es für die Autonomiebehörde einsammelt. Israel hält diese Gelder von Zeit zu Zeit zurück, um Druck auf die Autonomiebehörde auszuüben. Abbas wies die Vorwürfe am Montag zurück und warf Israel vor, es wolle das Westjordanland ins Chaos stürzen. „Sie wollen uns in eine Situation (gewaltsamer Proteste) drängen, die wir nicht wollen. Sie (die Israelis) alleine tragen die Verantwortung für ihr Handeln“, sagte er im Hinblick auf den Tod des Häftlings und die Gewalt auf den Straßen. (APA, 25.2.2013)

http://derstandard.at/1361241083442/In-israelischem-Gefaengnis-gestorbener-Palaestinenser-beerdigt

Pathologe: Palästinenser in Israel zu Tode gefoltert

25. Februar 2013, 11:27

Ein Palästinenser stirbt in israelischer Haft – Die Palästinenser sprechen nach der Autopsie von Folter – Israel hält sich zunächst bedeckt

Ramallah/Jerusalem – Ein in israelischer Haft ums Leben gekommener Palästinenser ist nach Angaben des Chef-Pathologen der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah an den Folgen „extremer Folter“ gestorben. Saber Alul äußerte sich am Sonntag, nachdem er einer Autopsie israelischer Experten des am Vortag gestorbenen Arafat Jaradat beigewohnt hatte. Von israelischer Seite hieß es, die Todesursache stehe noch nicht fest.

„Die ersten Ergebnisse lassen noch keine Angaben zu. Die Todesursache kann erst ermittelt werden, wenn die mikroskopischen und toxikologischen Befunde vorliegen“, teilte das israelische Gesundheitsministerium mit. Nicht auszuschließen sei, dass kleinere äußere Verletzungen die Folge von Wiederbelebungsversuchen seien. „Die Untersuchung ist kompliziert und wird Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Polizeisprecher Mickey Rosenfeld auf Anfrage.

An Herzversagen gestorben

Jaradat aus der Nähe von Hebron war am 18. Februar festgenommen worden. Er soll Steine auf israelische Zivilisten geworfen haben. Am Samstag teilten die israelischen Behörden mit, er sei im Gefängnis Megiddo an Herzversagen gestorben. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. Aus Protest waren am Sonntag etwa 4.500 Palästinenser in israelischer Haft in einen eintägigen Hungerstreik getreten. In Israel wird befürchtet, dass der Tod des Häftlings einen dritten Palästinenseraufstand, eine neue Intifada, auslösen könnte.

Im Westjordanland gingen die gewalttätigen Demonstrationen gegen die israelische Besatzung und für die Freilassung von Häftlingen unterdessen weiter. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu forderte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf, für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Jaradat war zum Zeitpunkt der Festnahme nach Angaben seiner Familie bei guter Gesundheit, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan. Die Familie hatte Israel schon vor der Autopsie vorgeworfen, Jaradat sei an den Folgen von Folter oder harter Verhörmethoden gestorben.

Der Tod des Vaters von zwei Kindern, dessen Frau schwanger ist, verschärfte die Spannungen im Westjordanland weiter. Hunderte Palästinenser bewarfen israelische Sicherheitskräfte mit Steinen – in Hebron und vor allem in der nahe gelegenen Stadt Sair, aus der Jaradat stammte. Sie forderten erneut die Freilassung von vier Palästinensern aus israelischer Haft, die seit Monaten im Hungerstreik sind. Das israelische Militär setzte Tränengas und Gummigeschoße ein. Mehrere Demonstranten und mindestens ein Soldat wurden verletzt. (APA, 25.2.2013)

http://derstandard.at/1361240960285/Pathologe-Palaestinenser-in-Israel-zu-Tode-gefoltert

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