Startseite » Marsch für Frieden » Nachrichtenkanal im Nato-Europa und im Nicht-Nato-Europe berichten genau entgegengesetzt, wer die Waffenruhe gebrochen hat: Im Nato-europöischen Fernsehen – wie sollte es anders sein – war es die marxistische Guerilla, die den Waffenstillstand gebrochen hat! Im österreichischem Standard: Armee drang in von Aufständischen kontrolliertes Gebiet ein!

Nachrichtenkanal im Nato-Europa und im Nicht-Nato-Europe berichten genau entgegengesetzt, wer die Waffenruhe gebrochen hat: Im Nato-europöischen Fernsehen – wie sollte es anders sein – war es die marxistische Guerilla, die den Waffenstillstand gebrochen hat! Im österreichischem Standard: Armee drang in von Aufständischen kontrolliertes Gebiet ein!

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Der standard aus Österreich:

in Kolumbien flammen wieder auf: Sieben Tote

14. Februar 2013, 08:37

 Armee drang in von Aufständischen kontrolliertes Gebiet ein – Heftigsten Kämpfe seit Beginn der Friedensgespräche zwischen Regierung und FARC

 

Bogota – Bei Kämpfen mit Rebellen in Kolumbien sind am Mittwoch sieben kolumbianische Soldaten getötet worden. Nach Angaben der Armee wurden fünf weitere Soldaten bei den Gefechten nahe San Antonio de Getucha in der Südprovinz Caqueta verletzt. Das Gebiet wird von den Rebellen kontrolliert. Dem kolumbianischen Geheimdienst zufolge wurden bei den Kämpfen auch zahlreiche FARC-Rebellen getötet und verletzt, wie die Armee weiter mitteilte. Die Auseinandersetzungen waren die heftigsten seit dem Beginn der Friedensgespräche zwischen der Regierung des lateinamerikanischen Landes und der FARC.

 

Gegründet wurde die FARC 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer. In dem knapp 50 Jahre dauernden Konflikt wurden Schätzungen zufolge bisher 600.000 Menschen getötet. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden zudem vier Millionen Menschen vertrieben. Alle bisherigen Versuche, Frieden zu schließen, scheiterten. Die erneuten Friedensverhandlungen in Kuba zielen darauf ab, den ältesten Konflikt in Lateinamerika endgültig zu beenden. (APA, 14.2.2013)

http://derstandard.at/1360681457626/Kaempfe-mit-Rebellen-in-Kolumbien-flammen-wieder-auf-Sieben-Tote

Euronews: Nachrichten

Kolumbien kommt nicht zur Ruhe

Trotz der Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den linken FARC-Rebellen hat es neue tödliche Ausschreitungen gegeben – die schlimmsten seit Beginn der Friedensgespräche im November.

Mitglieder der Guerilla töteten sieben Soldaten, fünf weitere wurden verletzt. Sechs Rebellen der Revolutionären Streitkräfte kamen ums Leben.

Der kolumbianische General Emiro Barrios erklärte, “wir wissen von unserem Geheimdienst, dass der südliche Flügel der FARC mehrere Terroristen in Sicherheit bringt, die tot oder verwundet sind.”

Die Kämpfe brachen aus, als die marxistische Rebellen-Guerilla eine Stadt in der südlichen Provinz Caqueta unter ihre Kontrolle bringen wollte.

Die Regierung und die “Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens” verhandeln seit November über eine friedliche Lösung des seit fast 50 Jahre währenden Konflikts. Zuletzt hatten beide Seiten von Fortschritten gesprochen. Die einseitig ausgerufene Waffenruhe der Rebellen endete hingegen bereits am 20. Januar.

Mehr dazu: Bewaffnete Konflikte, FARC, Kolumbianische Politik, Kolumbien

http://de.euronews.com/2013/02/15/kolumbien-kommt-nicht-zur-ruhe/

 

 

Weiterer Bericht aus dem standard als Hintergrund:

„In Kolumbien beinhaltet Politik nun einmal Gewalt“

31. Jänner 2013, 15:21

 

    Tanja Nijmeijer will im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der Friedensverhandlungen in Kolumbien bleiben, um eine politische Bewegung aufzubauen

    foto: epa/alejandro ernesto

 

    Tanja Nijmeijer will im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der Friedensverhandlungen in Kolumbien bleiben, um eine politische Bewegung aufzubauen

 

Niederländische FARC-Kämpferin Tanja Nijmeijer gibt Interview über ihr Leben im Dschungel – Gespräche werden fortgesetzt

 

Seit Oktober 2012 verhandeln Vertreter der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla über eine Beendigung des seit fast 50 Jahren andauernden Konflikts, der bisher rund 200.000 Todesopfer forderte. Die Gespräche begannen im norwegischen Oslo und wurden dann in Havanna fortgesetzt.

Eine der Unterhändlerinnen auf Guerillaseite ist die 34-jährige Niederländerin Tanja Nijmeijer, die unter den Pseudonymen „Eillen“ und „Alexandra“ in der Guerilla Karriere machte. In Havanna hatte BBC-Korrespondentin Sarah Rainsford die Gelegenheit, die „holländische Guerillera“, die Medienkontakte normalerweise vermeidet, zu interviewen.

Nijmeijer berichtet in dem Gespräch, dass sie erstmals im Jahr 1998 nach Südamerika reiste, um Spanisch zu lernen. Ihren Lebensunterhalt dort finanzierte sie mit Englischstunden. Zuvor habe sie sich nicht mit dem Bürgerkrieg beschäftigt, erst durch Nachrichtensendungen im kolumbianischen Fernsehen, die sie zum Erlernen der Sprache ansah, sei sie auf den Konflikt aufmerksam geworden.

Ihr Spanischlehrer habe sie dann in die Slums von Bogotá mitgenommen und sie in Kontakt mit FARC-Aktivisten gebracht. Damals lebten laut Daten des kolumbianischen Statistischen Zentralamts 45 Prozent der Bevölkerung in Armut.

Von US-Gericht verurteilt

Als sie vier Jahre später nach Kolumbien zurückkehrte, schloss sie sich der FARC an, die mittlerweile von den USA und der EU als Terrororganisation betrachtet wurde.  Sie nahm an Bombenanschlägen und Angriffen auf Autobusse teil. Ein US-Gericht verurteilte sie wegen ihrer Beteiligung an der Entführung dreier Agenten der US-Antidrogenbhörde DEA zu 60 Jahren Haft.

 

Nijmeijer besteht im BBC-Interview darauf, dass sie sich nicht dafür entschieden habe, Gewalt anzuwenden: „Ich beschloss, in einem Land politisch tätig zu sein, in dem Politik nun einmal Gewalt beinhaltet“, erklärt sie.

 

Als Beispiel führt sie die Parlamentswahlen im Jahr 1988 an, bei der Kandidaten aus Guerilla und kommunistischer Partei für die neugegründete „Unión Patriótica“ (UP) antraten. Im Wahlkampf wurden damals über 2000 UP-Mitglieder ermordet, untern den Opfern waren zwei Präsidentschaftskandidaten und acht Kongressabgeordnete.

 

Dass auch die Guerilla zahlreiche Menschen getötet hat, bestreitet Nijmeijer nicht: „Nach 48 Jahren Krieg gibt es natürlich Opfer, deswegen verhandeln wir ja über einen Friedensvertrag“, sagte sie der BBC.

Streit um Landreform

 

Die Verhandlungen gehen am Donnerstag in die nächste Runde. Besonders umstritten ist die von der Guerilla geforderte Landreform: während die FARC die Hälfte der ihren Angaben zufolge 40 Millionen Hektar, die derzeit für Viehzucht genutzt werden, unter landlosen Bauern aufteilen will, besteht die Regierung darauf, dass das Recht auf Privateigentum unantastbar sei. Sie will lediglich Ländereien, die aufgegeben oder Drogenbanden abgenommen wurden, aufteilen.

 

Zudem verlangt die Guerilla, dass ein etwaiges Friedensabkommen von einer verfassungsgebenden Versammlung abgesegnet werden müsse, um auch die kolumbianische Zivilgesellschaft einzubeziehen Die Regierung lehnt dies  aber ab. Präsident Juan Manuel Santos, der sich 2014 der Wiederwahl stellt, will aber über ein mögliches Referendum zu dieser Frage sprechen.

 

Die Wahrung der Rechte der Opfer des Konflikts auf Wiedergutmachung gehört ebenfalls zur Tagesordnung. Die Regierung verlangt, dass die FARC-Führung Informationen über das Schicksal ihrer Opfer bekannt gibt und öffentlich um Verzeihung für die zahlreichen Angriffe auf die Zivilbevölkerung bittet.

 

Die FARC erwarten indes eine ähnliche Stellungnahme vom Staat, sie stellen sich als „die ersten Opfer“ des Konflikts dar. Letzter Punkt der Agenda ist die Niederlegung der Waffen durch die Rebellen. Dieser Schritt soll aber erst nach erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen erfolgen. (bed, derStandard.at, 31.1.2013)

 

http://derstandard.at/1358305263407/In-Kolumbien-beeinhaltet-Politik-nun-einmal-Gewalt-

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