Startseite » Demokratisierungsmarsch » Berichte über einen angeblichen Mossad-Agenten, der als geheimer Gefangener in israelischer Haft sass und sich offenbar erhängte, haben in Israel eine Debatte über rechtsstaatliche Prinzipien und Zensur entzündet. Der Mann, den Berichten nach ein jüdischer australischer Bürger, war angeblich in einen Loyalitätskonflikt mit seinem Heimatland geraten und in Israel unter einem Pseudonym gefangen gehalten worden. 2010 soll er sich in seiner Zelle erhängt haben.

Berichte über einen angeblichen Mossad-Agenten, der als geheimer Gefangener in israelischer Haft sass und sich offenbar erhängte, haben in Israel eine Debatte über rechtsstaatliche Prinzipien und Zensur entzündet. Der Mann, den Berichten nach ein jüdischer australischer Bürger, war angeblich in einen Loyalitätskonflikt mit seinem Heimatland geraten und in Israel unter einem Pseudonym gefangen gehalten worden. 2010 soll er sich in seiner Zelle erhängt haben.

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Zensur-Debatte in Israel

Selbstmord eines Mossad-Agenten in Haft?

International Heute, 19:03
Symbolbild: Ayalon Gefängnis in der Nähe von Tel Aviv.
 Symbolbild: Ayalon Gefängnis in der Nähe von Tel Aviv. (Bild: reuters)

bol. Berichte über einen angeblichen Mossad-Agenten, der als geheimer Gefangener in israelischer Haft sass und sich offenbar erhängte, haben in Israel eine Debatte über rechtsstaatliche Prinzipien und Zensur entzündet. Der Mann, den Berichten nach ein jüdischer australischer Bürger, war angeblich in einen Loyalitätskonflikt mit seinem Heimatland geraten und in Israel unter einem Pseudonym gefangen gehalten worden. 2010 soll er sich in seiner Zelle erhängt haben.

Nachdem am Dienstag Berichte an die Öffentlichkeit gesickert waren, berief das Büro von Ministerpräsident Netanyahu die Redaktoren-Kommission ein, eine Institution, die auf den Staatsgründer Ben Gurion zurückgeht. Sie umfasst die Chefredaktoren und Besitzer der wichtigsten Medien des Landes und wurde für den vertraulichen Austausch heikler Informationen und die Verhinderung von deren Veröffentlichung geschaffen. Den Versammelten wurde offenbar gesagt, dass die Veröffentlichung von Details über den Fall eine bestimmte staatliche Institution in Verlegenheit brächte und die Beziehungen zu Australien belasten könnte. Drei Knesset-Abgeordnete forderten darauf die Regierung zu Transparenz auf.

Sowohl die Praxis geheimer Gefangener – wenn sie zutrifft – als auch das Phänomen von Maulkorberlassen für Journalisten ohne unmittelbare Gefährdung der staatlichen Sicherheit sind mit rechtsstaatlichen Prinzipien schwer vereinbar. Nachrichtensperren wurden in Israel schon früher über die Publikation in internationalen Medien umgangen, die wiederum von israelischen Medien zitiert wurden. Mit dem Internet haben sich die Möglichkeiten zur Umgehung von Maulkorberlassen vervielfältigt.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/selbstmord-eines-mossad-agenten-in-haft-1.18000434


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