Startseite » Afrika » Sudan/Darfur: Nach 300.000 Toten endlich ein Friedensvertrag abgeschlossen! Im neugebildeten Südsudan exkalieren dagegen die Konflikte zwischen verschiedenen Volksgruppen – Viele Tote und Vermißte!

Sudan/Darfur: Nach 300.000 Toten endlich ein Friedensvertrag abgeschlossen! Im neugebildeten Südsudan exkalieren dagegen die Konflikte zwischen verschiedenen Volksgruppen – Viele Tote und Vermißte!

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Sudan: Regierung mit Rebellen einig

11. Februar 2013, 11:53

JEM gilt als am stärksten bewaffnete Gruppe in Darfur

Khartum/Doha – Die sudanesische Regierung hat sich auf einen Waffenstillstand mit einer Splittergruppe der wichtigsten Rebellengruppe in der Unruheregion Darfur verständigt. Der Waffenstillstand mit der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) sei in der Nacht zum Montag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft getreten, berichtete Katars amtliche Nachrichtenagentur QNA unter Berufung auf den katarischen Vize-Ministerpräsidenten Ahmed al-Mahmud. Das Abkommen wurde in Doha unterzeichnet.

Zwei Komitees sollen den Waffenstillstand überwachen. Diesen gehören Mitglieder der UN-Truppe in Darfur (UNAMID) sowie Vertreter aus dem Sudan, Katar und der Arabischen Liga an. In Doha werde es zudem Anfang April eine internationale Geberkonferenz für die Entwicklung und den Wiederaufbau in Darfur geben, kündigte al-Mahmud an.

Die JEM gilt als die am stärksten bewaffnete Rebellengruppe in Darfur. Bereits im Juli 2011 unterzeichnete die sudanesische Regierung ein Friedensabkommen mit der Rebellenbewegung für Freiheit und Gerechtigkeit (MJL). Katar spielt seit Jahren eine Vermittlerrolle in dem Konflikt. Im Darfur-Konflikt wurden nach Erhebungen der UNO innerhalb der vergangenen zehn Jahre mindestens 300.000 Menschen getötet. (APA, 11.2.2013)

Mehr als hundert Tote nach Überfall auf Viehtreiber im Südsudan

10. Februar 2013, 15:55

Rund 3.000 Menschen haben das Vieh begleitet, sie wurden von Zivilisten und bewaffneten Rebellen angegriffen

Juba – Bei einem gewaltsamen Überfall auf Viehtreiber im Südsudan sind mehr als hundert Menschen getötet worden. Die Viehtreiber seien im Bundesstaat Jonglei von Angreifern mit automatischen Waffen überfallen worden, sagte der Gouverneur von Jonglei, Kuol Manyang, am Sonntag. Eine Armeekolonne habe die Viehtreiber begleitet. Nach Angaben des Gouverneurs sind 103 Menschen getötet worden, darunter 14 Soldaten. Die anderen Opfer seien Zivilisten, die meisten davon Frauen und Kinder.

500 Menschen vermisst

Die Armee bestätigte den Vorfall vom Freitag und erklärte, 500 Menschen würden noch vermisst. Die Zahl der getöteten Soldaten wurde zunächst nicht bestätigt. Bei den Angreifern handelte es sich dem Gouverneur zufolge um Zivilisten und bewaffnete Rebellen der Murle-Volksgruppe aus dem Bezirk Pibor. Die Viehtreiber stammten aus dem Bezirk Akobo. Wie der Bezirksbeauftragte Goi Jooyul angab, waren die Angreifer zudem mit Granaten, Speeren und Macheten bewaffnet. Hunderte Familien würden vermisst. Insgesamt hätten rund 3.000 Menschen das Vieh begleitet.

Welle der Gewalt zwischen Volksgruppen

Sechs Monate nach der Unabhängigkeit des Südsudan vom Sudan 2011 hatte es in Jonglei eine Welle der Gewalt zwischen den Angehörigen verschiedener Volksgruppen gegeben. Tausende Jugendliche vom Stamm der Lou Nuer stürmten damals den Bezirk Pibor und erklärten, die Murle vernichten zu wollen. Laut UNO wurden 600 Menschen getötet, 300 weitere bei Vergeltungsanschlägen. Örtlichen Schätzungen zufolge wurden deutlich mehr Menschen getötet. (APA, 10.2.2013)

http://derstandard.at/1360161298535/Mehr-als-hundert-Tote-nach-Ueberfall-auf-Viehtreiber-im-Suedsudan

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