Startseite » Marsch für die soziale Ausrichtung der Wirtschaft » In China baut Bayer sein Innovationszentrum für den Gesamtkonzern. Der Chemiekonzern baut Schanghai derzeit zu seinem größten Standort weltweit aus, größer als Leverkusen. 300 Entwickler arbeiten im neuen Audi-Forschungszentrum in Peking. Für fast 40 Prozent der deutschen Firmen in China sind heute Forschung und Entwicklung ausschlaggebend für ihre China-Aktivitäten. Chinesische Entwickler sind mittlerweile gut ausgebildet und drei bis fünfmal günstiger als deutsche. Die deutsche Arbeiterbewegung denkt immer noch national, während die deutschen Konzerne international agieren: Sie investieren dort, wo es am profitabelsten ist, auch wenn das in Deutschland zum Wegfall der Arbeitsplätze führt! In der globalisierten Wirtschaft ist die deutsche Arbeiterbewegung, die auf ihre nationale Kampfkraft und den Einfluss über den deutschen Staat setzen konnte, dagegen weitgehend wertlos. Die Arbeiterbewegung müsste jetzt auch international werden, weltweit mit den Arbeitern in den anderen Ländern zusammenarbeiten für weltweit gleiche Sozialstandards, menschenwürdige Arbeitsbedingungen überall, auch um menschenwürdige Arbeitsbedingungen hier verteidigen zu können. Dazu wäre aber gleichzeitig eine globale Wirtschaftspolitik zu entwickeln, die zu einer Angleichung der Lebensbedingungen weltweit führen kann und den Arbeitern in den armen Ländern nicht als einzigen Weg die Annahme von Billig-Lohnarbeit lässt. Wird die Arbeiterbewegung in den reichen Ländern, die so lange gemeinsam mit dem Kapital von der Ausbeutung der armen Länder und vor allem ihrer Rohstoffe profitiert hat, das Umdenken schaffen? Lasst uns daran arbeiten und die nationalistische Enge, die keine Grundlage mehr hat, überwinden, damit man den weltweit agierenden Unternehmen wieder eine weltweit agierende Kraft entgegensetzen kann. Eine kulturelle Revolution im Denken ist Voraussetzung.

In China baut Bayer sein Innovationszentrum für den Gesamtkonzern. Der Chemiekonzern baut Schanghai derzeit zu seinem größten Standort weltweit aus, größer als Leverkusen. 300 Entwickler arbeiten im neuen Audi-Forschungszentrum in Peking. Für fast 40 Prozent der deutschen Firmen in China sind heute Forschung und Entwicklung ausschlaggebend für ihre China-Aktivitäten. Chinesische Entwickler sind mittlerweile gut ausgebildet und drei bis fünfmal günstiger als deutsche. Die deutsche Arbeiterbewegung denkt immer noch national, während die deutschen Konzerne international agieren: Sie investieren dort, wo es am profitabelsten ist, auch wenn das in Deutschland zum Wegfall der Arbeitsplätze führt! In der globalisierten Wirtschaft ist die deutsche Arbeiterbewegung, die auf ihre nationale Kampfkraft und den Einfluss über den deutschen Staat setzen konnte, dagegen weitgehend wertlos. Die Arbeiterbewegung müsste jetzt auch international werden, weltweit mit den Arbeitern in den anderen Ländern zusammenarbeiten für weltweit gleiche Sozialstandards, menschenwürdige Arbeitsbedingungen überall, auch um menschenwürdige Arbeitsbedingungen hier verteidigen zu können. Dazu wäre aber gleichzeitig eine globale Wirtschaftspolitik zu entwickeln, die zu einer Angleichung der Lebensbedingungen weltweit führen kann und den Arbeitern in den armen Ländern nicht als einzigen Weg die Annahme von Billig-Lohnarbeit lässt. Wird die Arbeiterbewegung in den reichen Ländern, die so lange gemeinsam mit dem Kapital von der Ausbeutung der armen Länder und vor allem ihrer Rohstoffe profitiert hat, das Umdenken schaffen? Lasst uns daran arbeiten und die nationalistische Enge, die keine Grundlage mehr hat, überwinden, damit man den weltweit agierenden Unternehmen wieder eine weltweit agierende Kraft entgegensetzen kann. Eine kulturelle Revolution im Denken ist Voraussetzung.

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Firmen eröffnen Forschungszentren

China wird Deutschlands Land der Ideen

Für deutsche Firmen ist China längst nicht mehr nur ein billiger Produktionsstandort. Viele lassen dort auch Neues entwickeln. Konzerne und Mittelständler eröffnen reihenweise Forschungszentren. Viel wichtiger als niedrige Löhne sind dabei andere Motive.

Von Markus Rimmele, ARD-Hörfunkstudio Schanghai

Audi-Forschungszentrum in Peking (Foto: dpa)Großansicht des Bildes300 Entwickler arbeiten im neuen Audi-Forschungszentrum in Peking.Und wieder wird ein rotes Band durchschnitten. Dieses Mal in Peking bei Audi. Der deutsche Autobauer eröffnet in der chinesischen Hauptstadt sein neues Forschungszentrum für Asien.

300 Entwickler werden hier in Zukunft Fahrzeuge an fernöstliche Bedürfnisse anpassen, sagt Audi-Chef Rupert Stadler. Es gehe um Fahrzeugentwicklungen, „die wir dann vielleicht in Langversionen darstellen. Da sind die Sitzeinlagen, die etwas weicher, etwas komfortabler, angenehmer sind – so wie es der Chinese wünscht.“ Es gehe auch um Navigationsthemen, die in China aufgrund der Schriften und der Schriftzeichen anders seien.

China ist nicht mehr die verlängerte Werkbank

Deutsche Firmen weihen Forschungs- und Entwicklungszentren in China ein – immer öfter flattern die Einladungen dafür ins Haus. Ob groß oder klein, Weltkonzern oder Mittelständler – China ist längst nicht mehr die verlängerte Werkbank. Wer hier auf dem Markt bestehen will, muss vor Ort entwickeln.

Schanghai bei Nacht (Foto: dapd)Großansicht des BildesIn Schanghai baut Bayer sein Innovationszentrum für den Gesamtkonzern.Beispiel Bayer: Der Chemiekonzern baut Schanghai derzeit zu seinem größten Standort weltweit aus, größer als Leverkusen. Drei Milliarden Euro sind bereits investiert. Derzeit erweitert Bayer das bereits bestehende Forschungs- zu einem Innovationszentrum für den Gesamtkonzern. Dabei geht es längst nicht mehr nur um lokale Produktanpassungen.

Ausschlaggebend sei die Nähe zum Kunden, sagt Michael König. Er leitet die Polycarbonat-Abteilung von Bayer, von Schanghai aus. „Man muss die Kunden im Labor, im Technikum dabei haben“, erklärt er. „Man muss täglich, wöchentlich, zum Teil auch an der Maschine und am Produkt im Labor mit denen gemeinsam arbeiten. Das kann man nicht, wenn man in einer anderen Region ist.“

Größe zieht Entwicklung an

Asien macht 60 Prozent des globalen Marktes für Polycarbonat-Kunststoffe aus – für Bayer ein wichtiges Geschäft. Und nirgendwo ist das Wachstum größer, rechnet König vor. Hier entstehen die neuen Trends. Und niemand versteht diese besser als chinesische und andere asiatische Entwickler. Wichtige Kunden von Bayer sind etwa die großen Elektronikkonzerne. Die sitzen heute meist in China, Taiwan, Korea oder Japan. Die Größe des Marktes zieht die Entwickler an.

Audio: Wie deutsche Unternehmen in China Forschung betreiben

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AudioMarkus Rimmele, ARD-Hörfunkstudio Schanghai08.02.2013 16:00 | 3’54

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Für fast 40 Prozent der deutschen Firmen in China sind heute Forschung und Entwicklung ausschlaggebend für ihre China-Aktivitäten, so eine Umfrage der deutschen Handelskammer in China. Auch für die kleineren Unternehmen.

Helmut Schöneberger ist der Geschäftsführer von ebm-papst in China. Der deutsche Mittelständler produziert Elektromotoren und Ventilatoren. Die Firma hat jüngst in Schanghai ein neues Technik- und Entwicklungszentrum eingeweiht. Investitionssumme: fünf Millionen Euro. Schanghai hat damit eine ähnliche Größe wie das Forschungszentrum am Firmen-Hauptsitz Mulfingen.

„Wir denken alle ähnlich“

Schöneberger gibt die Stimmung unter den deutschen Mittelständlern wider. „Im Grunde genommen denken wir alle ähnlich“, sagt er. „Wenn wir hier sind, dann brauchen wir auch hier ein gewisses Entwicklungsumfeld und Technikumfeld.“ Alle hätten ähnliche Erfahrungen gemacht. Ohne die Entwicklung vor Ort habe man eigentlich wenig Chancen,“hier mit dem lokalen Wettbewerb mitzuhalten und die entsprechenden Geschäfte zu machen, die wir ja auch alle machen wollen“.

Die Kunden von ebm-papst in China sind zu 60 bis 70 Prozent chinesische Firmen. Der Wettbewerb ist knallhart. Es geht um Schnelligkeit und Flexibilität. Das gehe nur aus China selbst heraus, sagt Schöneberger. Außerdem seien chinesische Entwickler mittlerweile gut ausgebildet und drei bis fünfmal günstiger als deutsche.

Was heißt das für den Forschungs- und High-Tech-Standort Deutschland? Zunächst einmal nichts Schlimmes, versichern die Unternehmensvertreter. Die Grundlagenforschung, sagt Michael König von Bayer, bleibe in Deutschland. Da könnten Chinesen noch nicht mithalten. Und auch sonst sei Deutschland als Innovationsstandort langfristig wettbewerbsfähig. Doch die Forschungskonkurrenz aus China holt auf, der Wettbewerb wird schärfer. Helmut Schöneberger rechnet mit einer Welle neuer Entwicklungszentren bei deutschen Firmen in China.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/china-labor-statt-fliessband100.html


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