Startseite » Marsch für die soziale Ausrichtung der Wirtschaft » Wieder Tote durch Brand in Textilfabrik in Bangladesch – KiK und C&A sind bisher nicht dem Brandschutzabkommen beigetreten – Entschädigungen für die früheren Opfer in der Tazreen Fabrik noch immer offen. Da das Feuer in der Mittagspause ausbrach, befanden sich glücklicherweise die meisten der 300 Arbeiterinnen außerhalb des Gebäudes. Jedoch sieben Arbeiterinnen mussten sterben, vier waren jünger als 17 Jahre. An der Brandstätte wurden Labels von KiK gefunden, aber auch von spanischen und französischen Unternehmen. Die Gewerkschaften in Bangladesch rufen zur sofortigen Festnahme der Fabrikbesitzer auf. Der Besitzer der Tazreen Fabrik ist immer noch auf freiem Fuß. Seit der Brandkatastrophe sind die Gewerkschaften fast täglich auf der Straße und fordern Gerechtigkeit von ihrer Regierung und ihren Unternehmern. Das doppelte Leid der Opferfamilien: Sie trauern um ihre Angehörigen und warten auf versprochene Zahlungen: Viele Hinterbliebene der Opfer des verheerenden Feuers in einer Textilfabrik in Bangladesch sind verzweifelt

Wieder Tote durch Brand in Textilfabrik in Bangladesch – KiK und C&A sind bisher nicht dem Brandschutzabkommen beigetreten – Entschädigungen für die früheren Opfer in der Tazreen Fabrik noch immer offen. Da das Feuer in der Mittagspause ausbrach, befanden sich glücklicherweise die meisten der 300 Arbeiterinnen außerhalb des Gebäudes. Jedoch sieben Arbeiterinnen mussten sterben, vier waren jünger als 17 Jahre. An der Brandstätte wurden Labels von KiK gefunden, aber auch von spanischen und französischen Unternehmen. Die Gewerkschaften in Bangladesch rufen zur sofortigen Festnahme der Fabrikbesitzer auf. Der Besitzer der Tazreen Fabrik ist immer noch auf freiem Fuß. Seit der Brandkatastrophe sind die Gewerkschaften fast täglich auf der Straße und fordern Gerechtigkeit von ihrer Regierung und ihren Unternehmern. Das doppelte Leid der Opferfamilien: Sie trauern um ihre Angehörigen und warten auf versprochene Zahlungen: Viele Hinterbliebene der Opfer des verheerenden Feuers in einer Textilfabrik in Bangladesch sind verzweifelt

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Erneut Brand in Textilfabrik in Bangladesch PDF Drucken E-Mail
GESCHRIEBEN VON: REDAKTION
DIENSTAG, DEN 29. JANUAR 2013 UM 10:05 UHR
cccBerlin. – Nach einem weiteren Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch, bei dem am Wochenende sieben Arbeiterinnen ums Leben gekommen waren, hat die Kampagne für Saubere Kleidung ihren Druck auf Textildiscounter verstärkt. An der Brandstelle waren Label des Billig-Vermarkters KiK gefunden worden. KiK und C&A seien bisher nicht, wie von der Kampagne für Saubere Kleidung gefordert, dem Brandschutzabkommen beigetreten, kritisierte die Kampagne.

Auch die Entschädigungen für die Opfer des Brandes in der Tazreen-Fabrik vor zwei Monaten seien noch immer offen, berichtete die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) am Dienstag in Berlin. Damals waren 112 Menschen gestorben.

Dieses Mal brannte es in der Fabrik Smart Export Garments. Da das Feuer in der Mittagspause ausbrach, befanden sich glücklicherweise die meisten der 300 Arbeiterinnen außerhalb des Gebäudes. Dennoch mussten sieben Arbeiterinnen sterben, vier waren jünger als 17 Jahre. An der Brandstätte wurden Labels der Firma KiK gefunden, aber auch von spanischen und französischen Unternehmen.

„Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis endlich europäische Modemarken und Einkäufer handeln und für umfassende Sicherheit und Arbeitsschutz bei ihren Lieferanten Sorge tragen?“, sagte Gisela Burckhardt von der Kampagne für Saubere Kleidung. Das von bangladeschischen und internationalen Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen entwickelte Brandschutzabkommen wäre in diesem Zusammenhang ein wichtiger Vorstoß. Bisher sei dieses auf europäischer Seite nur von Tchibo unterzeichnet worden.

Seit Monaten fordert die internationale Kampagne für Saubere Kleidung, dass weitere Unternehmen dem Abkommen beitreten, damit es in Kraft treten kann. Metro, C&A, KiK und Lidl wurden direkt angefragt. Das EU-Parlament hat am 17. Januar 2013 das Brandschutzabkommen ebenfalls begrüßt und alle Markenunternehmen aufgefordert, diese Bemühungen zu unterstützen.

Außerdem wird erwartet, dass die Unternehmen rasch die dringend benötigten Entschädigungen für verletzte Arbeiterinnen, für Nothilfe und medizinische Versorgung zahlen. „Zahlreiche Näherinnen wurden nach dem Brand in der Tazreen-Fabrik in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie mussten sich verschulden, um die Rechnung zu bezahlen. Wer hilft diesen Frauen, die verletzt und arbeitsunfähig geworden sind“, fragte Frauke Banse, Koordinatorin der Eilaktionen der Kampagne für Saubere Kleidung. Gemeinsam mit Partnern in Bangladesch berechnete die Kampagne für Saubere Kleidung, dass mindestens drei Millionen Euro Entschädigung an die Familien der Opfer des Brandes in der Tazreen-Fabrik gezahlt werden müssten.

Bisher habe KiK jede Zahlung von Entschädigung für die Opfer abgelehnt, so die Kampagne, weil es zum Zeitpunkt des Brandes keine Aufträge platziert hatte. KiK habe aber von 2009 bis Mitte 2012 dort produzieren lassen. „Ganz offensichtlich hat sich KiK um Brandschutzsicherheit auch damals nicht gekümmert“, erklärte die Kampagne für Saubere Kleidung.

Die Gewerkschaften in Bangladesch riefen zur sofortigen Festnahme der Fabrikbesitzer auf. Der Besitzer der Tazreen-Fabrik ist der Kampagne zufolge immer noch auf freiem Fuß. Seit der Brandkatastrophe sind die Gewerkschaften fast täglich auf der Straße und fordern Gerechtigkeit von ihrer Regierung und ihren Unternehmern.

www.saubere-kleidung.de

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=9138:erneut-brand-in-textilfabrik-in-bangladesch&catid=28&Itemid=70

 

Erneut Brandopfer bei KIK-Zulieferer

[28.01.2013 | Discounter]

Wieder Tote durch Brand in Textilfabrik in Bangladesch – KiK und C&A sind bisher nicht dem Brandschutzabkommen beigetreten – Entschädigungen für die früheren Opfer in der Tazreen Fabrik noch immer offen.

Am 26. Januar 2013, zwei Monate nach dem verheerenden Brand in der Tazreen Fabrik mit 112 Toten ist wieder ein Brand ausgebrochen. Diesmal bei Smart Export Garments. Da das Feuer in der Mittagspause ausbrach, befanden sich glücklicherweise die meisten der 300 Arbeiterinnen außerhalb des Gebäudes. Jedoch sieben Arbeiterinnen mussten sterben, vier waren jünger als 17 Jahre. An der Brandstätte wurden Labels von KiK gefunden, aber auch von spanischen und französischen Unternehmen.

Gisela Burckhardt, FEMNET, Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) klagt an: „Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis endlich europäische Modemarken und Einkäufer handeln und für umfassende Sicherheit und Arbeitsschutz bei ihren Lieferanten Sorge tragen?“

Das von bangladeschischen und internationalen Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen entwickelte Brandschutzabkommen wäre ein Vorstoß. Bisher wurde dieses auf europäischer Seite nur von Tchibo unterzeichnet. Seit Monaten fordert die Clean Clothes Campaign, dass weitere Unternehmen dem Abkommen beitreten, damit es in Kraft treten kann. Metro, C&A, KiK und Lidl wurden direkt angefragt. Das EU-Parlament hat am 17.Januar 2013 das Brandschutzabkommen ebenfalls begrüßt und alle Markenunternehmen aufgefordert, diese Bemühungen zu unterstützen.

Gemeinsam mit Partnern in Bangladesch berechnete die Clean Clothes Campaign, dass mindestens 3 Mio Euro Entschädigung den Familien der Opfer des Brandes in der Tazreen Fabrik gezahlt werden müssen. Außerdem wird erwartet, dass die Unternehmen Entschädigung für verletzte Arbeiterinnen, für Nothilfe und medizinische Versorgung zahlen. Die Zeit drängt: „Zahlreiche Näherinnen wurden nach dem Brand in ein Krankenhaus eingeliefert und mussten sich verschulden, um die Rechnung zu bezahlen. Wer hilft diesen Frauen, die verletzt und arbeitsunfähig geworden sind?“ fragt Frauke Banse, Koordinatorin der Eilaktionen der Kampagne für Saubere Kleidung.

Bisher hat KiK jede Zahlung von Entschädigung für die Opfer abgelehnt, weil es zum Zeitpunkt des Brandes keine Aufträge platziert hatte, wohl aber von 2009 bis Mitte 2012. Ganz offensichtlich hat sich KiK um Brandschutzsicherheit auch damals nicht gekümmert.

Die Gewerkschaften in Bangladesch rufen zur sofortigen Festnahme der Fabrikbesitzer auf. Der Besitzer der Tazreen Fabrik ist immer noch auf freiem Fuß. Seit der Brandkatastrophe sind die Gewerkschaften fast täglich auf der Straße und fordern Gerechtigkeit von ihrer Regierung und ihren Unternehmern.

» Pressemitteilung als PDF-Datei

Weitere Informationen:

Forderungen der Gewerkschaften und der CCC bzgl. Tazreen Tabrik:
http://www.cleanclothes.org/urgent-actions/tazreen-demands
Bisherige Antwort von Unternehmen:
http://www.sauberekleidung.de/images/05_pdf/2012/2012-12-20_Forderungen-und-Unternehmensstand.pdf
Zusammenfassung des Brandschutzabkommens:
http://www.sauberekleidung.de/images/05_pdf/2012/2012-12-03_Brandschutzabkommen_Bangladesch.pdf
Resolution des EU-Parlaments:
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P7-TA-2013-0027+0+DOC+XML+V0//DE

Ansprechpartner:
Gisela Burckhardt, FEMNET e.V.  Tel. 01520 – 177 40 80
Frauke Banse, Eilaktionskoordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung bei INKOTA Tel.: 0160 94 69 87 70,
E-Mail: banse@inkota.de

Brand in Bangladesch: Die Trauer der Angehörigen

Brandkatastrophe von Bangladesch: Das doppelte Leid der Opferfamilien

Brand in Bangladesch: Die Trauer der Angehörigen

Fotos
AP

Sie trauern um ihre Angehörigen und warten auf versprochene Zahlungen: Viele Hinterbliebene der Opfer des verheerenden Feuers in einer Textilfabrik in Bangladesch sind verzweifelt. Ein Fotograf hat ihr Leid in bewegenden Bildern festgehalten.

Dhaka – Das Feuer tötete 112 Menschen. Sie arbeiteten in einer Textilfabrik in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Dutzende Angehörige der Opfer konnten niemanden beerdigen, weil die Leichen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Und zwei Monate nach der Katastrophe haben diese Familien auch noch keine Entschädigung bekommen, die ihnen versprochen wurde – noch nicht einmal den letzten Gehaltsscheck ihrer Verwandten.

 

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Es müssten erst noch DNA-Tests durchgeführt werden, um die Ansprüche von gut 50 Familien zu klären, sagte ein Funktionär der einflussreichen Bekleidungsindustrie des Landes. Doch viele dieser Familien brauchen dringend Geld, weil sie ihren Haupternährer bei dem Feuer Ende November verloren haben. 

In der Fabrik wurde Bekleidung unter anderem für große, global agierende Textilketten produziert, darunter für die US-Handelskette Wal-Mart undDisney. Die Textilindustrie macht rund 79 Prozent der Export-Einnahmen Bangladeschs aus. Die meisten Produkte gehen nach Europa und die USA.

Der Sohn ist traumatisiert

Der Verband der Bekleidungshersteller und -exporteure Bangladeschs (BGMEA), ein ausländischer Lieferant und die Regierung hatten den Familien jedes Getöteten je 7500 Dollar sowie die Auszahlung der offenen Gehälter versprochen. Auch die Kosten für die Ausbildung der Kinder würde übernommen, so die Ankündigung.

Doch passiert ist bislang offenbar wenig. „Ich habe noch nichts bekommen. Niemand sagt mir irgendwas“, sagt zum Beispiel Ansar. Der 55-Jährige hat Frau und Tochter bei der Brandkatastrophe verloren. Er selbst ist zu krank, um zu arbeiten. Sein 16-jähriger Sohn, der ebenfalls in der Textilfabrik tätig war, ist traumatisiert von den Erlebnissen. „Er wacht Nacht für Nacht auf und weint dann lange“, sagt Ansar.

Das Zuhause der Familie liegt in der nähe der ausgebrannten Fabrik. Doch Ansar kann die Miete nicht mehr zahlen. Er befürchtet, seine Heimat verlassen zu müssen – und dann niemals eine Entschädigung zu erhalten.

„Wie lange sollen wir noch warten?“

Nach Erkenntnissen der Ermittler wurde das Feuer gelegt, dem Fabrikbesitzer wird zudem Fahrlässigkeit vorgeworfen. „Das Unglück scheint ein Akt der Sabotage gewesen zu sein, aber die Nachlässigkeit des Besitzers hatte den tragischen Tod der Arbeiter zur Folge“, sagte Mainuddin Khandker, Chef des fünfköpfigen Ermittlungsteams im Dezember. Vermutlich habe einer der Arbeiter den Großbrand absichtlich ausgelöst, so Khandker.

 

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Die Kommission forderte eine Strafe für den Fabrikbesitzer, weil er die Sicherheit der Arbeiter nicht gewährleistet habe. In der Fabrik fehlten Notausgänge, und nur für drei der acht Stockwerke gab es eine Baugenehmigung. Überlebende hatten berichtet, dass sie bei ihrer Flucht vor verschlossenen Toren gestanden und die Aufseher ihnen befohlen hätten, trotz des Feueralarms wieder an die Arbeit zu gehen

Bislang seien 59 Opfer identifiziert worden, sagt BGMEA-Vizepräsident Siddiqur Rahman. Die anderen 53 Toten wurden demnach in anonymen Gräbern beigesetzt, nachdem DNA-Proben genommen worden seien. Der Verband fordert nun von den Verwandten der Opfer DNA-Proben, um sicherzustellen, dass deren Ansprüche gerechtfertigt sind. Das Geld solle bis Ende Februar ausgezahlt werden, so Rahman: „Wir werden unsere Versprechen halten.“ 80 verletzte Fabrikarbeiter haben seinen Angaben zufolge bereits je 1250 Dollar Entschädigung erhalten.

Als Ansar von den Versprechen hörte, schickte er der BGMEA Fotos von seiner Frau und seiner Tochter, ihre Personalnummern sowie Kopien ihrer Pässe. Sein Sohn ließ sich eine Blutprobe für den DNA-Test abnehmen. Dreimal, so Ansar, sei er bereits bei der BGMEA gewesen – bislang ohne Ergebnis: „Wie lange sollen wir noch warten?“


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