Startseite » Basiswissen Globale Zusammenhänge » Nie waren die Menschen so mobil wie in unserer Zeit. Je nach Zählweise gibt es weltweit zwischen 300 Millionen und 1 Milliarde Migranten. So leisten Migranten meist einen positiven wirtschaftlichen Beitrag für das Gastland, sogar wenn sie ohne Bewilligung im Land leben und keine direkten Abgaben zahlen. Auch tragen Diasporagemeinden finanziell und ideell entscheidend zur Entwicklung ihrer Herkunftsländer bei. Angesichts der in unseren Breiten weitverbreiteten Sorge über ungebremste Zuwanderung aus ärmeren Ländern geht oft vergessen, dass der Grossteil der weltweiten Migration innerhalb des sogenannten globalen Südens stattfindet.Die Berichterstattung zu Migrationsfragen ist oftmals tendenziös. Die Uno wirbt für eine ausgewogenere Präsentation des Themas.

Nie waren die Menschen so mobil wie in unserer Zeit. Je nach Zählweise gibt es weltweit zwischen 300 Millionen und 1 Milliarde Migranten. So leisten Migranten meist einen positiven wirtschaftlichen Beitrag für das Gastland, sogar wenn sie ohne Bewilligung im Land leben und keine direkten Abgaben zahlen. Auch tragen Diasporagemeinden finanziell und ideell entscheidend zur Entwicklung ihrer Herkunftsländer bei. Angesichts der in unseren Breiten weitverbreiteten Sorge über ungebremste Zuwanderung aus ärmeren Ländern geht oft vergessen, dass der Grossteil der weltweiten Migration innerhalb des sogenannten globalen Südens stattfindet.Die Berichterstattung zu Migrationsfragen ist oftmals tendenziös. Die Uno wirbt für eine ausgewogenere Präsentation des Themas.

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Die Mühen der Medien mit der Migration

International Vor 48 Minuten
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Der Vorsitzende der Allianz der Zivilisationen Jorge Sampaio in einer Aufnahme vom vergangenen November. (Bild: EPA / Yonhap)
Die Berichterstattung zu Migrationsfragen ist oftmals tendenziös. Die Uno wirbt für eine ausgewogenere Präsentation des Themas. Der Ruf nach hohen Qualitätsstandards in der journalistischen Arbeit gilt freilich nicht nur für Migrationsthemen.
Volker Pabst, Paris

Nie waren die Menschen so mobil wie in unserer Zeit. Je nach Zählweise gibt es weltweit zwischen 300 Millionen und 1 Milliarde Migranten. Und wer nicht selber fern der Heimat lebt, ist in seinem Alltag dennoch in vielfältiger Weise mit dem Phänomen konfrontiert. Gleichzeitig besteht nach Ansicht vieler Fachleute viel Un- und Halbwissen über die komplexe Thematik, was Ressentiments gegen Migranten fördere.

Positive Aspekte

Die Allianz der Zivilisationen (www.unaoc.org), eine Initiative der Uno zur Förderung des interkulturellen Verständnisses, hat unter der Schirmherrschaft ihres Vorsitzenden Jorge Sampaio, des ehemaligen Präsidenten Portugals, in Paris Medienschaffende und Migrationsexperten aus Wissenschaft und internationalen Organisationen zusammengebracht, um für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Migration in den Medien zu werben. Nach Ansicht vieler Fachleute ist die Berichterstattung über Migration oftmals negativ geprägt. Mangelnde Sprachkenntnisse, schlechtere Schulleistungen und eine erhöhte Kriminalitätsrate gewisser Migrantengruppen würden oft problematisiert. Andere Aspekte des Phänomens fänden hingegen zu wenig mediale Beachtung.

So leisten Migranten meist einen positiven wirtschaftlichen Beitrag für das Gastland, sogar wenn sie ohne Bewilligung im Land leben und keine direkten Abgaben zahlen. Auch tragen Diasporagemeinden finanziell und ideell entscheidend zur Entwicklung ihrer Herkunftsländer bei. Angesichts der in unseren Breiten weitverbreiteten Sorge über ungebremste Zuwanderung aus ärmeren Ländern geht oft vergessen, dass der Grossteil der weltweiten Migration innerhalb des sogenannten globalen Südens stattfindet. Die Krise in Libyen, während deren Hunderttausende von Gastarbeitern aus dem Sahel und Schwarzafrika in ihre Heimatländer zurückkehrten, hat dies erneut gezeigt. Zudem ist die Berichterstattung oft von mangelnder Differenzierung geprägt. Statistische Aussagen werden so verzerrt. Wer vom hohen Ausländeranteil in italienischen Haftanstalten spricht, muss die Kriminalisierung von Migranten wegen fehlender Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen in diesem wichtigen Aufnahmeland mit berücksichtigen, sonst wirkt eine Diskussion über die höhere Kriminalitätsrate in dieser Bevölkerungsgruppe undifferenziert.

Journalistische Standards

Die Sorge um die Akzeptanz von Ausländern ist insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten ohne Zweifel berechtigt. Der Aufstieg der rechtsextremen Partei Chryssi Avgi in Griechenland zeigt dies eindrücklich. Der Ruf nach einer ausgewogenen, objektiven und verantwortungsvollen Berichterstattung, die Wert auf faktische Korrektheit und sprachliche Präzision legt, gilt allerdings für Medienschaffende ganz allgemein; er beschränkt sich nicht auf das Thema Migration. Die Auseinandersetzung um die Bedeutung der Medien und die Wahrung journalistischer Qualitätsstandards in Zeiten dramatischer Veränderungen in der Medienlandschaft ist nicht neu. Die gesellschaftliche Dimension der Problematik kommt durch den Fokus auf eine oftmals schutzlose Bevölkerungsgruppe aber besonders zum Tragen.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/die-muehen-der-medien-mit-der-migration-1.17965276

http://www.unaoc.org/


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