Startseite » Basiswissen Wirtschaftsmarsch » Linke provozieren Skandal „Deutsche Politik zieht Blutspur durch Südeuropa“ – Im Euro-Krisenstaat Griechenland war die Zahl der registrierten Suizide binnen zwei Jahren sprunghaft gestiegen. Im Dezember erklärte die Regierung in Athen, die polizeilich gemeldeten versuchten oder vollzogenen Suizide sei von 677 im Jahr 2009, vor Ausbruch der schweren Krise, auf 927 im Jahr 2011 gestiegen. Die Linke macht die deutsche Euro-Politik von Regierung, SPD und Grünen mitverantwortlich für Selbstmorde und Verelendung.

Linke provozieren Skandal „Deutsche Politik zieht Blutspur durch Südeuropa“ – Im Euro-Krisenstaat Griechenland war die Zahl der registrierten Suizide binnen zwei Jahren sprunghaft gestiegen. Im Dezember erklärte die Regierung in Athen, die polizeilich gemeldeten versuchten oder vollzogenen Suizide sei von 677 im Jahr 2009, vor Ausbruch der schweren Krise, auf 927 im Jahr 2011 gestiegen. Die Linke macht die deutsche Euro-Politik von Regierung, SPD und Grünen mitverantwortlich für Selbstmorde und Verelendung.

Neueste Beiträge

Linke provozieren Skandal „Deutsche Politik zieht Blutspur durch Südeuropa“

17.01.2013, 12:09 Uhr

Die Linke macht die deutsche Euro-Politik von Regierung, SPD und Grünen mitverantwortlich für Selbstmorde und Verelendung. Ein Abgeordnete fand dafür drastische Worte und sorgte so für einen Eklat im Bundestag.

Oskar Lafontaine hat in einem Interview schwere Vorwürfe erhoben. Quelle: dapd
Oskar Lafontaine hat in einem Interview schwere Vorwürfe erhoben. Quelle: dapd

BerlinEmpörung über die Linke und Ex-Parteichef Oskar Lafontaine im Bundestag: Deren Wirtschaftsexperte Michael Schlecht erklärte am Donnerstag in der Debatte zum Jahreswirtschaftsbericht, Bundesregierung, SPD und Grüne trieben mit ihrem Euro-Rettungskurs Menschen in südeuropäischen Krisenländern in den Tod. „Insofern zieht die deutsche Politik mittlerweile eine breite Blutspur mindestens durch Südeuropa. Und das ist ein Skandal“, sagte Schlecht.

Zuvor hatte bereits Ex-Linke-Chef Oskar Lafontaine in einem Interview behauptet, SPD und Grüne seien für Suizide in Südeuropa mitverantwortlich. Die Grünen wiesen die Äußerungen scharf zurück und wollen den Fall nun vor den Ältestenrat des Parlaments bringen.

Laut SPD hat die schwarz-gelbe Koalition zu wenig für den Schuldenabbau getan.

Jahreswirtschaftsbericht: SPD teilt aus – Rösler muss einstecken

Lafontaine äußerte sich am Montag im ARD-„Morgenmagazin“ zur Wahl in Niedersachsen und Perspektiven für mögliche rot-rot-grüne Bündnisse. Der frühere SPD-Chef und aktuelle Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Rundfunk führte dann aus, dass SPD und Grüne sich von sozialer Gerechtigkeit verabschiedet und Maßnahmen wie Fiskalpakt, Hartz IV und Agenda 2010 auf ganz Europa übertragen hätten: Und „also mitverantwortlich sind – vielleicht wissen die das gar nicht – dafür, dass sich Menschen im Süden Europas umbringen. Das ist für uns schon ein gravierender Sachverhalt, der mich wirklich traurig macht“, sagte Lafontaine.

Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Kerstin Andreae sagte im Bundestag: „Wer von Blutspur spricht und wer von Haftung für Selbstmorde spricht, macht billigen Wahlkampf.“ Die Folgen der Euro-Beschlüsse nehme niemand in der Politik auf die leichte Schulter. „Uns treibt alle um, wie es den Menschen in Griechenland und Südeuropa geht.“

Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, schrieb auf Twitter: „Linke spricht von Blutspur Deutschlands im Süden Europas! Unglaublich! Das ist antidemokratisch!“ SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hatte Lafontaines Aussagen als „gehässige Verzweiflungstat“ im Niedersachsen-Wahlkampf kritisiert. „Im Abstiegskampf scheinen Lafontaine alle Mittel recht zu sein – je unbedeutender die Linkspartei, desto verantwortungsloser“, sagte Nahles der „Süddeutschen Zeitung“.

Im Euro-Krisenstaat Griechenland war die Zahl der registrierten Suizide binnen zwei Jahren sprunghaft gestiegen. Im Dezember erklärte die Regierung in Athen, die polizeilich gemeldeten versuchten oder vollzogenen Suizide sei von 677 im Jahr 2009, vor Ausbruch der schweren Krise, auf 927 im Jahr 2011 gestiegen. Die griechische Regierung betonte aber, der Entschluss zum Suizid könne nicht auf einen einzigen Faktor wie die Folgen der Finanzkrise reduziert werden.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: