Startseite » Marsch für Frieden » Experte: Libyen-Konflikt Grund für Eskalation in Afrika – Steinberg: Islamisten in Sahelzone deutlich erstarkt – Höheres Anschlagsrisiko in Europa – Die afrikanischen Staaten hatten die Nato genau davor gewarnt und eine friedliche Lösung des Machtkampfes in Libyen gesucht. Die Nato hat das blockiert in der Gier nach den Rohstoffen Libyens und dem Wunsch Widersacher Gaddafi loszuwerden. Auch der hatte der Nato gesagt, wenn ihr mich beseitig, bekommt ihr Al Kaida! Die Kriegspolitik der Westmächte führt uns immer tiefer ins Chaos! Wir brauchen jetzt eine muslimisch-westlich-christliche Friedensbewegung, bevor sich die Fronten noch weiter verhärten! Unsere vor allem die Interessen der Großkonzerne bedienenden Regierungen sind dazu nicht in der Lage!

Experte: Libyen-Konflikt Grund für Eskalation in Afrika – Steinberg: Islamisten in Sahelzone deutlich erstarkt – Höheres Anschlagsrisiko in Europa – Die afrikanischen Staaten hatten die Nato genau davor gewarnt und eine friedliche Lösung des Machtkampfes in Libyen gesucht. Die Nato hat das blockiert in der Gier nach den Rohstoffen Libyens und dem Wunsch Widersacher Gaddafi loszuwerden. Auch der hatte der Nato gesagt, wenn ihr mich beseitig, bekommt ihr Al Kaida! Die Kriegspolitik der Westmächte führt uns immer tiefer ins Chaos! Wir brauchen jetzt eine muslimisch-westlich-christliche Friedensbewegung, bevor sich die Fronten noch weiter verhärten! Unsere vor allem die Interessen der Großkonzerne bedienenden Regierungen sind dazu nicht in der Lage!

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Experte: Libyen-Konflikt Grund für Eskalation in Afrika

Steinberg: Islamisten in Sahelzone deutlich erstarkt

  • (FILES) -- A file photo taken on August 7, 2012 shows figthers of the Islamic group Ansar Dine standing guard at Kidal airport, northern Mali. Mali's president appealed for international help on January 10, 2013 after Islamists who control the north of the country seized a town in the centre and threatened to march south. While the UN Security Council met for an emergency session in New York to discuss the crisis, witnesses told AFP that foreign troops and weapons had already begun arriving by transport plane Thursday to bolster government forces in central Mali. AFP PHOTO / ROMARIC OLLO HIEN

    AFP – (FILES) — A file photo taken on August 7, 2012 shows figthers of the Islamic group Ansar Dine standing guard at Kidal airport, northern Mali. Mali’s president appealed for international help on January …Mehr 

Die gegenwärtige Eskalation der Auseinandersetzungen mit Islamisten in Nord- und Westafrika führt der Terrorismusexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Guido Steinberg, vor allem auf den „Zusammenbruch Libyens“ zurück. „Das gilt vor allem für den Norden Malis“, sagte Steinberg der Nachrichtenagentur AFP. Nach dem Ende des Libyen-Konflikts seien Waffen und Tuareg-Kämpfer zurückgekehrt. Ursache der eskalierenden Lage sei vor allem das Fehlen staatlicher Kontrolle über weite Teile der Sahelzone.

Mit Blick auf die blutige Geiselnahme auf einem Gasfeld in Algerien mit dutzenden getöteten Ausländern sagte Steinberg, in Algerien gebe es „seit Jahrzehnten ein Problem mit islamistischen Terroristen“. Auch dies habe sich aber durch den Libyen-Konflikt verstärkt. „Die Gruppen haben einen größeren Aktionsraum, in dem sie frei agieren können, sie sind besser ausgerüstet und scheinbar auch personell stärker“, sagte Steinberg.

Ein islamistisches Kommando hatte am vergangenen Mittwoch die Gasförderanlage bei In Aménas in der algerischen Wüste gestürmt und hunderte Geiseln genommen. Bei einer blutigen Befreiung durch algerische Spezialkräfte wurden nach Angaben aus Algier 37 ausländische Geiseln getötet.

Die Geiselnehmer hatten unter anderem ein Ende des französischen Militäreinsatzes in Mali gefordert. Frankreich hatte vor gut einer Woche in den Mali-Konflikt eingegriffen, um bei der Rückeroberung des im vergangenen Frühjahr durch Islamisten eroberten Nordens zu helfen.

Vor allem in Süd-Algerien seien islamistische Gruppierungen zuletzt erstarkt, sagte Steinberg. Diese hätten bislang den Waffenschmuggel in den Norden organisiert, seien zuletzt aber vom Norden unabhängiger geworden. Vor allem die beiden Al-Kaida-Gruppen um die Islamistenführer Mokhtar Belmokhtar und Abu Said hätten in den vergangenen Jahren viel Geld durch Waffenschmuggel eingenommen, später auch durch Geiselnahmen. „Sie haben jeweils Millionensummen bei diesen Geiselnahmen eingenommen“, sagte Steinberg. Hinzu kämen die Schmuggeleinnahmen, wodurch sie rekrutieren und ausbilden könnten und damit stärker geworden seien.

Steinberg erklärte, er rechne in Zukunft mit weiteren Zwischenfällen in den Nachbarstaaten Malis. Dazu zählten sowohl Terroranschläge als auch Geiselnahmen. Angesichts des Engagements von EU-Staaten in Mali bestehe auch in Europa ein theoretisch höheres Anschlagsrisiko. „Wir sind jetzt etwas näher ins Fadenkreuz gerückt“, sagte Steinberg. Deutschland sei dabei aber nicht so gefährdet wie Frankreich. Anschläge seien vor allem dort denkbar, wo es viele mutmaßliche Al-Kaida-Sympathisanten gebe, „also vor allem dort, wo viele Nordafrikaner leben“, sagte Steinberg. Dies treffe auf Frankreich mehr als auf Deutschland zu.


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