Startseite » Globaler Marsch in Deutschland » Das Syndrom des „verleugnenden Verdrängens“ der rassistischen Verbrechen der Nazis betrifft die kollektive Bewusstseinslage der Deutschen nach 1945 sowohl in der DDR als auch in der BRD. Rassisten und ihre Vorstellungen über eine Ungleichwertigkeit der Menschen verschwanden weitgehend aus der Öffentlichkeit, wucherten aber, auf allen gesellschaftlichen Ebenen der Alltagskultur und in Institutionen, bis in die Gegenwart hinein fort. Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurden über 250 Kinder, Frauen und Männer getötet und die Verletzten bleiben ungezählt.

Das Syndrom des „verleugnenden Verdrängens“ der rassistischen Verbrechen der Nazis betrifft die kollektive Bewusstseinslage der Deutschen nach 1945 sowohl in der DDR als auch in der BRD. Rassisten und ihre Vorstellungen über eine Ungleichwertigkeit der Menschen verschwanden weitgehend aus der Öffentlichkeit, wucherten aber, auf allen gesellschaftlichen Ebenen der Alltagskultur und in Institutionen, bis in die Gegenwart hinein fort. Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurden über 250 Kinder, Frauen und Männer getötet und die Verletzten bleiben ungezählt.

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Mahnmal für den Brandanschlag von Solingen: „Verbunden wie diese Ringe wollen wir miteinander leben“

Seit über 15 Jahren forsche ich im Bundesarchiv (SED, FDJ usw.), in den Archiven des BstU und in Zeitungsarchiven zu rassistischen Ereignissen in der DDR, die ich u.a. in meinem neuen Buch „Rassisten in Deutschland“ beschreibe. Daraus geht hervor, hier in aller Kürze, dass rassistische und nationalistische Einstellungen und Aggressionen in der Bevölkerung der DDR über viele Jahrzehnte wissenschaftlich und politisch unaufgearbeitet geblieben sind und so ihre Wirkungen bis in die Gegenwart entfalten können. Zusammen mit den politischen, sozialen und ökonomischen Folgen der Transformation seit 1990 ergeben sie das explosive Gemisch, dass wir seit 1990 beobachten.

Über 250 Kinder, Frauen und Männern sind nach meinen Recherchen seit 1990 von Rassisten getötet worden und die Zahl der Verletzten liegt vollständig im Dunkeln. Die Opfer gruppieren sich in Obdachlose, Behinderte, Homosexuelle, Linke, Afrikaner, Araber, Asiaten, Polen oder Südeuropäer. Dabei sind die zehn Opfer der Gruppe „NSU“ in diesen Kontext einzuordnen.
Dr. Harry Waibel

Auf der Website http://www.freie-radios.net/52567 ist ein Interview mit dem Dresdner coloRadio zu finden.

Rassisten in Deutschland
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2012. 447 S.
Print: ISBN 978-3-631-63848-4 geb.
SFR 68.00 / €* 59.95 / €** 61.60 / € 56.00 / £ 44.80 / US$ 72.95
Online bestellen: http://www.peterlang.com
Über das Buch
Das Syndrom des «verleugnenden Verdrängens» der rassistischen Verbrechen der Nazis betrifft die kollektive Bewusstseinslage der
Deutschen nach 1945 sowohl in der DDR als auch in der BRD. Rassisten und ihre Vorstellungen über eine Ungleichwertigkeit der Menschen
verschwanden weitgehend aus der Öffentlichkeit, wucherten aber, auf allen gesellschaftlichen Ebenen der Alltagskultur und in Institutionen,
bis in die Gegenwart hinein fort. Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurden über 250 Kinder, Frauen und Männer getötet
und die Verletzten bleiben ungezählt. Die Aufdeckung der rassistischen Jenaer Gruppe «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) und ihre
mörderischen Aktionen verweisen nicht nur auf die rassistischen Verbrechen insgesamt, sondern auch auf spezifische Unterschiede zwischen
den Rassisten im Osten und im Westen Deutschlands.
Inhalt
Inhalt: Rassisten ab 1949 in der BRD – Rassisten in der DDR und in Deutschland ab 1990 – Rechtsterroristische Anschläge – Gesellschaftlicher
Rassismus – Anti-semitischer Anti-Zionismus bei deutschen Linken – Tod des Carlos Conceicao in Staßfurt 1987 – Aus rassistischen Motiven
Getötete – Jenaer Gruppe NSU – Rassistischer Konsens – Viele Tote
und tausende Verletzte.
Autorenangaben
Harry Waibel wurde 1946 in Süd-Baden am Rhein geboren. In der 68er-Bewegung machte er in Lörrach und Basel seine ersten politischen
Erfahrungen. Er studierte Pädagogik, Soziologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau und Berlin. Der Autor lebt und arbeitet als Historiker
und Publizist in Berlin.

 


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