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Monthly Archives: März 2013

Wie will der Westen noch bei anderen Menschenrechtsverletzungen glaubwürdig kritisieren? BBC: Offenbar wurden diese Foltereinheiten von US-Veteranen geleitet – mit Wissen des Pentagons und des damaligen US-Generals im Irak David Petraeus. Guardian: US-Kriegsveteranen sollen irakische Foltergefängnisse geleitet haben – Beide sollen für die USA bereits in den “schmutzige Kriege” genannten Einsätzen in Mittelamerika während der 1980-er Jahre gefoltert haben – Polizeigefängnisse im Irak galten als Ort schlimmster Folter während der US-Besatzung – Pentagon: Keine Stellungnahme!

US-Kriegsveteranen sollen irakische Foltergefängnisse geleitet haben

Geheimgefängnisse: US-Veteranen bauten Folter-Netzwerk im Irak auf

Gefängnisse im Irak: Das geheime Netz der Folterer

Fotos
AP

Während der US-Besatzung im Irak wurden zahllose Menschen in Foltergefängnissen gequält. Jetzt erheben der britische “Guardian” und die BBC einen brisanten Vorwurf: Das Netzwerk der Verliese soll unter Leitung von US-Veteranen entstanden sein – mit besten Verbindungen ins Pentagon.

Washington – Die Sondereinsatzkommandos der irakischen Polizei waren berüchtigt: Wen sie schnappten, der kehrte oft mit schwersten Folterverletzungen zurück. Wenn er überhaupt wiederkam. Abertausende Menschen darbten während der US-Besatzung im Irak zwischen März 2003 und Dezember 2011 in den geheimen Gefängnissen der Sicherheitskräfte. Jetzt ergeben Recherchen des britischen “Guardian”und der BBC: Offenbar wurden diese Foltereinheiten von US-Veteranen geleitet – mit Wissen des Pentagons und des damaligen US-Generals im Irak David Petraeus.

Es wäre das erste Mal, dass sich die systematische Folter im Irak unmittelbar zu derart hohen Befehlsrängen zurückverfolgen ließe. Im Mittelpunkt der Anschuldigungen stehen zwei Männer: Colonel James Steele und Colonel James H. Coffman. Sie sollen das Folter-Netzwerk überwacht haben.

Aus seinen Einsätzen für die US-Streitkräfte in Zentralamerika dürfte gerade Steele einiges über brutale Verhör- und Foltermethoden gewusst haben. Die Übergriffe der aus den USA finanzierten paramilitärischen Einheiten in El Salvador in den achtziger Jahren sind gut dokumentiert. Steele überwachte damals als oberster Ausbilder das Training und die “Erfolge” genau dieser Einheiten.

“Guardian” und BBC zufolge baute er im Irak zusammen mit Coffman ein ähnliches System auf – mit bestem Wissen des US-Verteidigungsministeriums. Er wurde demnach von VerteidigungsministerDonald Rumsfeld für den Job nominiert. Ursprünglich sollte der sunnitische Aufstand im Land durch die Verhöre eingedämmt werden.

Die “New York Times” hatte schon 2005 ausführlich über diese Verbindung berichtet – aber jetzt werden neue Details bekannt.

Schmerzensschreie und Räume “voller Blut”

“Man sah Steele und Coffman nie getrennt”, erinnert sich General Muntadher al-Samari im “Guardian”. Der Iraker arbeitete mit dem Duo an der Entwicklung der gefürchteten Einheiten. “Die beiden wussten genau, was hier passiert – die schlimmsten Arten von Folter.” Laut “Guardian” berichtete Coffman unmittelbar an General Petraeus, nannte sich selbst dessen “Augen und Ohren im Irak”.

Samari schildert erschütternde Szenen aus den Gefängniszellen: “Die Folterer kannten alle Tricks. Gefangene wurden aufgehängt und mit Stromschlägen geplagt. Manchen wurden die Nägel ausgerissen, besonders empfindliche Körperteile wurden gezielt geschlagen.” Indizien, dass die beiden US-Veteranen selbst gefoltert haben, liegen nicht vor.

Steele und Coffman haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen des “Guardian” und der BBC geäußert. Steele hat jedoch in der Vergangenheit jede Beteiligung an Folteraktionen abgestritten. Ein Petraeus-Sprecher erklärte, der General habe von “Übergriffen der Iraker auf Gefangene erfahren. Er habe diese Informationen aber sofort weitergegeben.”

Petraeus besetzte von 2003 bis 2010 immer wieder leitende Funktionen der US-Kräfte im Irak, ab 2008 als Befehlshaber der US-Soldaten im Land. Zuletzt arbeitete er als CIA-Chef, bis ihn eine Sex-Affäre Ende 2012 zum Rückzug zwang.

Die britischen Medien berufen sich bei ihren Anschuldigungen auf zahlreiche Augenzeugenberichte sowie eine intensive Auswertung von Militärakten. Die Dokumente über Hunderte Folterfälle hatte WikiLeaksöffentlich gemacht.

Von der Folter- zur Hinrichtungseinheit

Als Quellen geben “Guardian” und BBC auch zwei westliche Journalisten an. Diese hatten für die “New York Times” im Irak recherchiert und dabei auch Steele getroffen. Bei einem dieser Treffen in einem Geheimgefängnis seien die Schmerzensschreie eines Häftlings deutlich zu hören gewesen. Zudem sei der Verhörzimmer “voller Blut” gewesen. Angeführt wurden die Spezialeinheiten von General Adnan Thabit.

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Die Folterpraktiken der Geheimpolizei sorgten im Irak für erhebliche Proteste. Aufnahmen der Opfer wurden sogar im Fernsehen gezeigt. Auch langfristig hinterließ die Petraeus-Führung ihre Spuren im Irak. Kurz vor seinem Abschied aus dem Land hatte der General noch die Einsetzung von Jabr al-Solagh als neuem Innenminister abgenickt – entgegen der Warnung vieler Iraker. Unter Solagh schoss die Zahl der Foltervorwürfe in die Höhe.

Die zahllosen Brutalitäten der Einheiten – die sich immer mehr zu Tötungskommandos entwickelten – gelten als eine der Ursachen für den Bürgerkrieg, der den Irak jahrelang erschütterte. Beobachter gehen davon aus, dass Solaghs Einheiten dabei die Infrastruktur aus Geheimgefängnissen nutzten, die unter Aufsicht der Amerikaner entstanden war.

Schon früher wurde US-Einheiten im Irak Folter nachgewiesen. Im Jahr 2004 sorgte der Skandal um das Gefängnis Abu Ghuraib weltweit für Schlagzeilen. Damals hatte US-Wachpersonal Gefangene misshandelt und dabei Fotos gemacht. Das Pentagon entschuldigte sich zwar für den Vorfall und bestrafte einige Beteiligte. Stets wurde jedoch von “isolierten Vergehen” einzelner Soldaten gesprochen.

Sehen Sie hier ein Video von “Guardian” und BBC zu dem Thema:

“GUARDIAN”-VIDEO ZU FOLTER-VORWÜRFEN

http://www.spiegel.de/politik/ausland/geheimgefaengnisse-us-veteranen-bauten-folternetz-im-irak-auf-a-887331.html

7. März 2013, 07:25

Polizeigefängnisse im Irak galten als Ort schlimmster Folter während der US-Besatzung

Bagdad/Washington – Hochrangige Kriegsveteranen aus den USA sollen laut einem Bericht der britischen Zeitung “The Guardian” geheime Foltergefängnisse im Irak aufgebaut und geleitet haben. Zwei Leiter, James Steele und James Coffman, hätten direkt Bericht an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld beziehungsweise US-General David Petraeus erstattet, zitierte das Blatt Zeugen. Beide sollen für die USA bereits in den “schmutzige Kriege” genannten Einsätzen in Mittelamerika während der 1980-er Jahre gefoltert haben, berichtete die Zeitung am Mittwoch online.

Die Polizeigefängnisse im Irak galten als Ort schlimmster Folter während der US-Besatzung von 2003 bis 2011. US-Medien griffen die gemeinsam mit der BBC veröffentlichten Recherchen zunächst nicht auf. Das Pentagon war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (APA, 6.3.2013)

http://derstandard.at/1362107685989/Us-Kriegsveteranen–sollen-irakische-Foltergefaengnisse–geleitet-haben

ZDF zeigt, wie die (von den “Volksvertretern” legal ermöglichte) Steuervermeidung der großen Konzerne – wie VW -funktioniert! Diese Steuervermeidung sollte ein wichtiges Bundestagswahlkampfthema werden: Was schlagen die Parteien vor, um das zu beenden! Denn durch diese Steuervermeidung der Konzerne (und damit zu Gunsten auch höherer Einnahmen der Aktionäre, zu denen sicher auch viele Volksvertreter gehören) dadurch verlieren die Staaten Milliarden Euro, die die anderen Bürger dann zahlen müssen, durch höhere Steuern oder Kürzungen etwa von Sozial- oder Bildungsausgaben oder gar durch den Staatsbankrott!

Leider stimmt die in dem Bericht ausgedrückte Hoffnung nicht, wie ein gestriger Film im ZDF gezeigt hat, wir werden versuchen, ihn noch zu posten!

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/726530/#/beitrag/video/726530/Steuerparadies-Cayman-Inseln

STEUEROASEN DER REICHEN DEUTSCHEN

Fortgeschrittene flüchten persönlich

Weniger abenteuerlustige Millionäre als Monsieur Depardieu ziehen mit ihrem Geld in die Schweiz oder nach Österreich. Das ist weniger exotisch, aber sicher.VON NICOLA LIEBERT

Was? In der Schweiz gibt es keine Rennen. Super, muss ich ja keine Steuern zahlen.  Bild:  dpa

BERLIN taz | Die Deutschen sind bekanntlich eine Nation von Schnäppchenjägern, auch in Steuerangelegenheiten. Anfänger verlagern wenigstens ihr Vermögen in die Schweiz oder in eine liechtensteinische Stiftung. Die Fortgeschrittenen lassen es nicht bei der Kapitalflucht bewenden, sondern flüchten persönlich.

Einige der reichsten Einwohner der Schweiz sind daher gar keine Schweizer. Der reichste von ihnen kommt aus Schweden. Ikea-Gründer Ingvar Kamprad profitiert wie viele Superreiche von einer Schweizer Spezialität, der Pauschalbesteuerung: Ausländer, die in der Schweiz leben, aber nicht arbeiten, müssen keine Steuern auf ihr Einkommen zahlen, sondern auf ihre „Lebenshaltungskosten“.

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Außerhalb der Schweiz erzielte Einkünfte bleiben außen vor. Der Steuersatz beträgt bis zu 22 Prozent – statt einem Spitzensatz von 45 Prozent in Deutschland (der sogenannten Reichensteuer) und 56,4 Prozent in Schweden. Auch eine ganze Reihe von Deutschen sind daher in die Schweiz ausgewandert, so zum Beispiel Molkereibesitzer Theo Müller und Michael Schumacher.

Der Rennfahrer zog vor Jahren in eine exklusive Residenz am Genfer See. Er gilt den dortigen Finanzbehörden als beschäftigungslos, weil es in der Schweiz ja keine Formel-1-Rennen gibt.

Die FAZ schätzte vor einigen Jahren, dass der Weltmeister von seinem geschätzten Jahreseinkommen von 150 Millionen Euro weit weniger als zehn Prozent als Pauschalsumme an den Schweizer Fiskus abführte. Seinen Bruder Ralf zog es nach Österreich, wo er offenbar mit dem Finanzministerium Sonderkonditionen aushandeln konnte.

Monaco und Österreich

Bei der Besteuerung reicher Ausländer orientiert sich Österreich an den Steuersätzen des vorherigen Heimatlandes. Und das war in Schumachers Fall die Steueroase Monaco. „Das Problem ist, dass das nicht jeder machen kann. Das wirkt sich negativ auf die Steuermoral der anderen aus“, kommentierte damals Karl-Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler.

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Kleiner Nachteil dieser Strategie: Als Steuerflüchtling muss man seine Zeit mehrheitlich in der neuen Wahlheimat verbringen. Das schafft oft nicht einmal ein zeitlich flexibler Freiberufler wie Boris Becker, der nach Monaco ausgewandert war. Er wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Becker zog inzwischen in die Schweiz um.

Gérard Depardieus Flucht aus Frankreich zeigt erneut, wie schwer es für Staaten wird, ihre Einnahmen erhöhen, um ihre Schuldenberge abzutragen und für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. So viel ist klar: Steuergerechtigkeit lässt sich nur erreichen, wenn die Steueroasen konsequent bekämpft werden.

Richtigstellung:

Auf www.taz.de vom 4.1.2013 war unter der Überschrift „Fortgeschrittene flüchten persönlich“ zu lesen:

„Bei der Besteuerung reicher Ausländer orientiert sich Österreich an den Steuersätzen des vorherigen Heimatlandes. Und das war in Schumachers Fall die Steueroase Monaco. „Das Problem ist, dass das nicht jeder machen kann. Das wirkt sich negativ auf die Steuermoral der anderen aus“, kommentierte damals Karl-Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler. Reinhold Würth, milliardenschwerer Besitzer einer Schraubenfirma und vorbestrafter Steuersünder, entschied sich seinerseits für einen ‘Altersruhesitz’ im schönen Salzburg – mit dem hübschen Nebeneffekt, die deutsche Erbschaftsteuer zu umgehen.“

Das ist falsch: Reinhold Würth hat seinen Erbschaftssteuerwohnsitz zur Zeit in Deutschland. Seine Erben werden nach deutschem Recht erbschaftssteuerveranlagt werden.

http://www.taz.de/!108486/

Als Steueroasen werden Staaten oder Gebiete bezeichnet, die keine oder besonders niedrige Steuern auf Einkommen oder Vermögen erheben und so für Kapital aus Ländern mit höheren Steuersätzen attraktiv sind.

Inhaltsverzeichnis

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Charakteristika [Bearbeiten]

Wichtig für eine Steueroase ist Rechtssicherheit und die politische Stabilität, durch die die Sicherheit des angelegten Kapitals gewährleistet wird, wobei Good Governance („Gute Regierungsführung”, das heißt effiziente Verwaltungsstrukturen, wenig Korruption und der daraus resultierende tiefe Steuersatz) die Wahrscheinlichkeit von zuströmendem Geld maßgeblich bestimmt[1]. Ein Bankgeheimnis kann Bestandteil der Rechtslage sein. Steueroasen sind zudem in den meisten Fällen kleine Länder, die im Verhältnis zu den dort stattfindenden finanziellen Transaktionen und dem vorhandenen Kapital eine geringe Wirtschaftsaktivität aufweisen und über eine wenig regulierte Wirtschaftspolitik verfügen. Oft handelt es sich um ehemalige britische Kolonien oder um aktuelle Überseegebiete Großbritanniens. Auch Länder, die aufgrund ihres Rohstoffexports hohe Einnahmen erzielen (beispielsweise Bahrain), erheben oft keine oder sehr niedrige Steuern. Typisch für Steueroasen ist eine hohe Anzahl von Briefkastenfirmen.[2]

Methoden der Nutzung [Bearbeiten]

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die eigene Steuerlast unter Nutzung von Steueroasen zu optimieren. Allen gemeinsam ist das Ziel, Einkommen, das in Hochsteuerländern erzielt wird, nicht dort versteuern zu müssen.

Privatpersonen können durch Verlagerung ihres Wohnsitzes Steuerzahlungen entgehen, siehe Boris Becker,Michael SchumacherStefanie Graf. Der Anteil der verlagerten Einkommen von Privatpersonen wird in den USA auf etwa zehn Prozent der gesamten verlagerten Einkommen geschätzt[1].

Für Unternehmen gibt es viele Wege, anfallende Gewinne zu verschieben:

  • Das Unternehmen kann eine Tochterfirma für seine Auslandsgeschäfte in einer Steueroase gründen, um so Steuern auf repatriierte Gewinne zu vermeiden.
  • Das Unternehmen kann Investitionen in Hochsteuerländern mit Krediten von Töchtern finanzieren, die in Niedrigsteuerländern angesiedelt sind. Es fallen so im Hochsteuerland keine (oder weniger) Gewinne an, da Zinszahlungen an die Tochter zu leisten sind.
  • Leistungen, die innerhalb eines Konzerns erbracht werden, können so verbucht werden, dass Gewinne aus Hochsteuerländern abgezogen werden. Zum Beispiel kann das Verwertungsrecht an einem Patent in einer Steueroase liegen und das inländische Unternehmen zahlt dafür Lizenzgebühren an seine ausländische Tochter. Dies ist ein legaler Vorgang, solange marktübliche Preise gezahlt werden; ob das der Fall ist, ist allerdings schwer zu überprüfen, da ein Markt dafür nicht existiert.

Problematik von Steueroasen [Bearbeiten]

Als problematisch wird bei Steueroasen gesehen, dass sie größere Staaten in einen Wettbewerb um niedrige Steuern verwickeln. Staaten versuchen ein komplexes Gemeinwesen aufrechtzuerhalten, sowie eine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und damit Maßnahmen zu treffen, die für ein reibungsloses Funktionieren des Wirtschaftslebens und damit der Weltwirtschaft unverzichtbar sind. Steueroasen halten sich aus diesen Bereichen heraus, profitieren aber vom Funktionieren der Weltwirtschaft. Die NGO Tax Justice Network schätzt die durch Offshore-Finanzplätze entgangenen Steuereinnahmen auf weltweit etwa 255 Milliarden Dollar pro Jahr.[3] Die entgangenen Steuereinnahmen der USA werden auf etwa 70 Milliarden Dollar geschätzt.[4]

Eine Studie des Tax Justice Network von 2012 zeigt, dass Superreiche einen großen Teil des Vermögens in Steueroasen unterbringen.[5][6][7] Eine konservative Schätzung geht davon aus, dass 21 Billionen $ in Steueroasen untergebracht ist, 9,8 Billionen allein von den weltweit Top 100 000 Vermögenden. In der Folge führe dies gegenüber der Besteuerung versteckte Vermögen zu einer massiven Unterbewertung der Vermögenswerte in den jeweiligen Ländern. Tatsächlich wären ohne diesen Vorgang wohl die meisten Länder Gläubiger und nicht Schuldner.[8]

Initiativen [Bearbeiten]

Staatliche Initiativen [Bearbeiten]

Als Reaktion auf die Steuerproblematik startete die OECD (zusammen mit einigen anderen Initiativen zur Regulierung von Offshore-Finanzzentren) im Jahr 1998 die sogenannte „Harmful Tax Competition” Initiative. Es wurden insgesamt 41 Länder identifiziert, deren Steuergesetzgebung offensichtlich nicht konform mit einem fairen Wettbewerb war. Probleme gab es beim Start der Initiative, weil die OECD-Mitglieder SchweizÖsterreich,Belgien und Luxemburg ihr Bankgeheimnis gefährdet sahen. Nachdem die Forderungen etwas gelockert worden waren, konnten allerdings die meisten identifizierten Länder zum Einlenken bewegt werden: Seit Mai 2009 befindet sich kein Land mehr auf der „OECD-List of Uncooperative Tax Havens”.[9]

Regulierungserfolge im Bereich des Steuerwettbewerbs wurden auch durch bilaterale Verträge erreicht. Vor allem die USA und die EU können in ihren wirtschaftlichen Einflussbereichen kleinere Länder zur Kooperation nötigen. Zum Beispiel wurden manche Länder gezwungen, ihre Ungleichbehandlung von In- und Ausländern aufzugeben (Inländer mussten höhere Steuern entrichten als Ausländer) was aber in einigen Fällen nicht zu höheren Steuern für Ausländer führte, sondern Inländern niedrigere Steuersätze bescherte.[10]

Im Jahr 2005 wurde die Europäische Richtlinie zur Zinsbesteuerung eingeführt, die allerdings wie auch die anderen Initiativen zur Bekämpfung von Steuerflucht kein durchschlagender Erfolg war. Die blockierenden Länder waren wiederum die Schweiz, Luxemburg, Belgien (Belgien wird sich ab 2010 am Informationsaustausch beteiligen) und Österreich, die durchsetzten, dass statt des Austausches von Informationen (Meldeverfahren) alternativ auch eine Quellensteuer auf Kapitalerträge abgeführt werden konnte. Da die Definition von „Kapitalerträgen” sehr eng gefasst war, ist die abgeführte Quellensteuer der betreffenden Länder bisher sehr gering (210 Millionen Euro bis 2007).[10].

Die deutsche Bundesregierung hat mit dem Strafbefreiungserklärungsgesetz den Versuch unternommen,Steuerflüchtlinge dazu zu motivieren, nach Deutschland zurückzukehren, und ihnen Straffreiheit zugesichert.

Im Oktober 2008 kündigten die französische und die deutsche Regierung in Paris an, die Maßnahmen zur Austrocknung von Steueroasen zu verschärfen. Die derzeit gültige „OECD-List of Uncooperative Tax Havens” mitAndorraLiechtenstein und Monaco sollte um weitere Länder, unter anderem die Schweiz, ergänzt werden. Die deutsche Bundesregierung plant das deutsche Steuerrecht zu ändern, um Geschäftsbeziehungen zu Ländern zu erschweren, die die OECD-Grundsätze nicht gewährleisten. So soll zukünftig die Steuerbefreiung für Dividenden von Unternehmen in unkooperativen Staaten ausgesetzt werden. [11]

Im März 2009 lenkten die Steueroasen Liechtenstein und Andorra ein. So will Liechtenstein sein striktesBankgeheimnis teilweise aufheben und die OECD-Standards für Transparenz und Informationsaustausch in Steuerfragen akzeptieren.[12] Am 13. März 2009 sagten auch Österreich, die Schweiz und Luxemburg eine Lockerung des Bankgeheimnisses zu.[13]

Monaco bekundete am 15. März 2009 seine Bereitschaft, die Zusammenarbeit im Bereich der Steuerhinterziehung gemäß den internationalen Kriterien zu verbessern. Das betreffe vor allem die Regeln der internationalen Wirtschaftsorganisation OECD für den Austausch von Informationen.

Nichtstaatliche Initiativen [Bearbeiten]

Globalisierungskritische Organisationen wie attacOxfam und das Tax Justice Network fordern seit langem die „Schließung” von Steueroasen, also international verbindliche Absprachen unter Staaten, dass nirgends Reiche steuerfrei leben können – z.B. Appel de Genève, von 1996.[14] Da aber gerade die Klein- und Kleinststaaten unter den Steueroasen ohne ihren Status als Oasen nur sehr schwer ihre Unabhängigkeit bewahren könnten und im Übrigen viele Großkonzerne, Wirtschaftsführer und insbesondere auch politische Entscheidungsträger der führenden Wirtschaftsnationen selbst zu den Nutznießern dieser Oasen zählen, ist dies politisch sehr schwer durchsetzbar.

Bekannte Steueroasen [Bearbeiten]

Da der Status einer Steueroase nicht eindeutig definiert ist, ist ein Konsens über eine Aufzählung von Steueroasen nicht möglich. Die in diesem Artikel aufgeführten Listen werden deshalb je nach Sichtweise Länder enthalten, die nicht hineingehören oder es werden Länder bzw. Regionen fehlen (häufig genannt: der US-Bundesstaat Delaware). Um diesem Problem wenigstens teilweise Rechnung zu tragen sind im Folgenden zwei Listen aufgeführt.

Steueroasen 2002 und älter [Bearbeiten]

Hier kann deshalb nur eine beispielhafte Auswahl von Ländern und Gebieten genannt werden, die in zwei Quellen in der Vergangenheit als Steueroasen bezeichnet wurden. Bekannte Steueroasen sind (nach OECD[15] und Diamond[16]):

* – nur in der Liste der OECD enthalten [15]
Nur in der Liste von Hines and Rice (1994) enthalten waren: [16]

Einteilung nach Umsetzung der OECD-Standards (2009) [Bearbeiten]

Im Rahmen des G 20-Gipfeltreffens in London einigten sich die Regierungschefs auf die Veröffentlichung einer neuen Liste durch die OECD, aufgrund der Umsetzung der OECD-Standards in Bezug auf Einkommen- undVermögensteuern.[17][18] Dabei wurde diese Liste in vier Teile kategorisiert:[19]

Die Liste zum Zeitpunkt des Treffens kann in der OECD Datenbank eingesehen werden.[20]

Die aktuelle Liste vom Mai 2012 zeigt die großen Fortschritte:[21]

  • Staaten und Gebiete, die sich dem internationalen Steuerstandard verpflichtet haben und diesen weitgehend umgesetzt haben (sogenannte Weiße Liste): Hier stehen die meisten beobachteten Staaten wobei China die speziellen Verwaltungsgebiete Hongkong und Macao, die sich dem internationalen Steuerstandard verpflichtet haben, nicht einschließt.
  • „Steueroasen“ (‘Tax Havens’), die sich weitgehend dem internationalen Steuerstandard unterworfen haben, diesen aber noch nicht umgesetzt haben (sogenannte Graue Liste): Hier ist nur noch Nauru verzeichnet.
  • Andere Finanzzentren, die sich weitgehend dem internationalen Steuerstandard unterworfen haben, diesen aber noch nicht umgesetzt haben (sogenannte Graue Liste): Hier ist nur noch Guatemala verzeichnet.
  • Die Schwarze Liste (2009) von Staaten oder Finanzzentren, welche sich nicht dem internationalen Steuerstandard unterworfen haben, wurde im November 2011 auf dem G20-Gipfel in Cannes revidiert.[22]

Einige Veränderungen im Ablauf:

30 Staaten wurden noch im Jahr 2000 als Steueroasen nach Definition des OECD-Berichts von 1998 eingestuft.

Am 7. April 2009 gab die OECD bekannt, dass sich die vier Staaten Costa Rica, Malaysia, Philippinen und Uruguay dem internationalen Steuerstandard verpflichtet haben und sie bis Ende 2009 ein Gesetz zu dessen Umsetzung vorschlagen werden. Die vier Länder wurden damit von der sogenannten Schwarzen Liste gestrichen und in die sogenannte Graue Liste aufgenommen. Damit haben sich laut OECD-Generalsekretär José Ángel Gurría sämtliche vom ‘OECD Global Forum’ beobachteten Staaten dem internationalen Standard in Bezug auf Einkommen- und Vermögensteuern verpflichtet.[23]

Nach Veröffentlichung der Liste wurden bis September 2009 Österreich, Belgien, Luxemburg, die Schweiz, Monaco, San Marino, Aruba, Bermuda, die Virgin Islands, die Cayman Islands, die Niederländischen Antillen und Bahrain von der Grauen Liste gestrichen und auf die Weiße Liste gesetzt.[24]

Kritik an Einteilung in Steueroasen [Bearbeiten]

Gegenüber der Einteilung in Steueroasen gibt es hinsichtlich der Kriterien Kritik nicht nur aus den betroffenen Ländern, da in den OECD-Listen gewisse Länder nicht bzw. in einer „weißen“ Kategorie auftauchen. So zählen die britischen Kanalinseln trotz ihrer Trustgesetzgebung und einige US-Bundesstaaten zu bekannten Plätzen der internationalen Geldwäscherei. Ein Indiz dafür ist die Möglichkeit, anonym eine Firma zu gründen, wie der australische Professor Jason Sharman erklärt.[25] Die Gründung einer anonymen Firma wird im Internet offensiv beworben, wobei Großbritannien, Spanien, oder Panama und immer noch die Niederländischen Antillen und ebenso andere Karibikstaaten empfohlen werden. Offenbar war die wirtschaftliche Macht dieser Länder aber ein Grund, nicht gegen diese Zentren vorzugehen, obwohl Schätzungen allein für den US-Bundesstaat Delaware von etwa 6.000 Milliarden Dollar an verwalteten Vermögen ausgehen.[26]

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Nicholas Shaxson: Schatzinseln: Wie Steueroasen die Demokratie untergraben (Originaltitel: Treasure Islands: Dirty Money, Tax Havens and the Men Who Stole the World übersetzt von Peter Stäuber) Rotpunkt, Zürich 2011, ISBN 978-3-85869-460-7.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. ↑ a b Dharmapala, Dhammika und Hines Jr., James R. (2006) Which Countries Become Tax Havens?
  2.  Daniel Schönwitz: „Wo Palmen und Steuervorteile locken” In: Handelsblatt
  3.  TJN (2005) The Price of Offshore
  4.  The Economist (2007) Places in the sun
  5.  http://economictimes.indiatimes.com/news/international-business/13-trillion-pounds-in-offshore-tax-havens-report/articleshow/15093725.cms
  6.  http://uk.reuters.com/article/2012/07/22/uk-offshore-wealth-idUKBRE86L03W20120722?feedType=RSS&feedName=topNews
  7.  http://www.bbc.co.uk/news/business-18944097
  8.  http://www.taxjustice.net/cms/upload/pdf/Inequality_120722_You_dont_know_the_half_of_it.pdfInequality: You don’t know the Half of it S. 10ff.
  9.  OECD (2009) List of Uncooperative Tax Havens
  10. ↑ a b The Economist (2007) All together now
  11.  Tagesschau:Steinbrück droht der Steueroase Schweiz (nicht mehr online verfügbar)
  12.  Süddeutsche:Steuerstreit: Liechtenstein und Andorra geben nach
  13.  ORFDer Spagat beim Bankgeheimnis vom 14. März 2009.
  14.  Appel de Genève – Texte der ersten Appelle, französisch auf attac.org, mehr dazu auch auf fr.wikipedia Appel de Genève
  15. ↑ a b OECD (2000) 2000 Progress Report: Towards Global Tax Co-operation: Progress in Identifying and Eliminating Harmful Tax Practices
  16. ↑ a b Liste nach: Diamond, W. H. und Diamond, D. B. (2002) Tax Havens of the World. Matthew Bender Books. nach: Dharmapala, Dhammika und Hines Jr., James R. (2006) Which Countries Become Tax Havens?
  17.  OECD-Standards: „Articles of the Model Convention with respect to taxes on income and Capital“
  18.  OECD, Centre for Tax Policy and Administration, 2. April 2009
  19.  OECD, 2. April 2009: „A Progress Report on the Jurisdictions surveyed by the OECD Global Forum in Implementing the Internationally agreed Tax Standard“
  20.  Schwarze Liste der OECD am 2. April 2009
  21.  Aktuelle Schwarze Liste OECD Mai 2012
  22.  „Beim G20-Gipfel in Cannes (Frankreich) haben die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industrienationen eine neue Liste der sogenannten Steuerparadiese aufgestellt.“ (Tageblatt, AFP: Die neue schwarze Liste steht. Tageblatt, 4. November 2011.
  23.  OECD, 7. April 2009: „Four more countries commit to OECD tax standards“
  24.  CH/Aufnahme auf die Weisse Liste der OECD Handelszeitung, 25. September 2009, abgerufen am 16. Dezember 2012
  25.  New study – Britain and the U.S. may be the dirtiest tax havens Tax Research UK (Blog Richard Murphy)
  26.  Peter Hossli: Steueroasen in Delaware in Die Weltwoche, Ausgabe 11/09 vom 11. März 2009. Abgerufen am 3. Oktober 2012

Weblinks [Bearbeiten]

Wiktionary Wiktionary: Steueroase – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Die Todesumstände des 1973 verstorbenen chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda werden nach 40 Jahren genauer untersucht. Sein Chauffeur und persönlicher Assistent, Manuel Anaya, erklärte aber vor zwei Jahren, Neruda sei von Agenten des Pinochet-Regimes vergiftet worden. Neruda war zwölf Tage nach dem Staatsstreich von General Pinochet in einer Klinik in Santiago gestorben, wenige Tage bevor er nach Mexiko ins Exil reisen wollte. Er war ein Anhänger von Salvador Allende und Mitglied der kommunistischen Partei. Der frühere christlichdemokratische Präsident Eduardo Frei Montalva starb 1982 nach einer Leistenbruch-Operation unter mysteriösen Umständen in derselben Klinik Santa María. Bei seiner Exhumierung wurden Überreste von Thallium und Senfgas gefunden. Pablo Neruda wollte nicht nur die Dichtung seiner Heimat erneuern, er war auch das Sprachrohr des einfachen Volkes im Kampf gegen den Faschismus. Seine Poesie ist auch heute noch Ausdruck eines humanen Sozialismus. Nerudas Lebensweg kann beispielhaft für den vieler Intellektueller seiner Zeit gesehen werden. Sein Leben war geprägt von der Suche nach dem richtigen Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit, er verirrte sich in Abwege und Widersprüche und war dennoch konsequent im Einsatz für die Schwachen und Unterdrückten. Während der Pinochet-Diktatur von 1973 bis 1990 waren die Werke des Literaturnobel­preisträgers in Chile verboten: “Nimm mir das Brot weg, wenn du es willst, nimm mir die Luft weg, aber laß mir dein Lachen.”

Durch das Pinocher-Regime vergiftet?

Der chilenische Nobelpreisträger Pablo Neruda soll exhumiert werden

mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Neruda

Werner Marti, Buenos Aires ⋅ Die Todesumstände des 1973 verstorbenen chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda werden nach 40 Jahren genauer untersucht. Der zuständige Richter gab am Montag bekannt, dass dazu die sterblichen Überreste, die bei dessen Haus im Badeort Isla Negra an der chilenischen Pazifikküste begraben sind, in der ersten Hälfte April exhumiert werden sollen.

Neruda war zwölf Tage nach dem Staatsstreich von General Pinochet in einer Klinik in Santiago gestorben, wenige Tage bevor er nach Mexiko ins Exil reisen wollte. Er war ein Anhänger von Salvador Allende und Mitglied der kommunistischen Partei. Nach offizieller Version war ein Prostatakrebs, an dem er litt, die Todesursache. Dies wurde auch von seiner verstorbenen Frau sowie der Stiftung, die sein Werk verwaltet, akzeptiert. Sein Chauffeur und persönlicher Assistent, Manuel Anaya, erklärte aber vor zwei Jahren, Neruda sei von Agenten des Pinochet-Regimes vergiftet worden. Laut Anaya ist dies mit einer Giftspritze geschehen, als Neruda in der Klinik Santa María in Santiago interniert war. Die kommunistische Partei Chiles hat darauf bei der Justiz eine Untersuchung verlangt.

Neruda ist nicht der erste prominente Fall, bei dem untersucht wird, ob er vom Pinochet-Regime ermordet wurde. Der frühere christlichdemokratische Präsident Eduardo Frei Montalva starb 1982 nach einer Leistenbruch-Operation unter mysteriösen Umständen in derselben Klinik Santa María. Bei seiner Exhumierung wurden Überreste von Thallium und Senfgas gefunden. Der Gerichtsfall ist noch nicht abgeschlossen. Kürzlich wurde ausserdem der Tod von Salvador Allende am Tag des Militärputsches von 1973 neu untersucht. Dabei hat sich aber die These des Selbstmordes bestätigt.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/der-chilenische-nobelpreistraeger-pablo-neruda-soll-exhumiert-werden-1.18041719

Pablo Neruda – Dein Lachen

Dein Lachen

Nimm mir das Brot weg, wenn du
es willst, nimm mir die Luft weg,
aber laß mir dein Lachen.
Laß mir die Rosenblüte,
den Spritzstrahl, den du versprühst,
dieses Wasser, das plötzlich
aufschießt in deiner Freude,
die jähe Pflanzenwoge,
in der du selbst zur Welt kommst.

Mein Kampf ist hart, und manchmal
komme ich heim mit müden
Augen, weil ich die Welt
gesehn, die sich nicht ändert,
doch kaum trete ich ein,
steigt dein Lachen zum Himmel,
sucht nach mir und erschließt mir
alle Türen des Lebens.

Meine Liebe, auch in der
dunkelsten Stunde laß dein
Lachen aufsprühn, und siehst du
plötzlich mein Blut als Pfütze
auf den Steinen der Straße,
so lache, denn dein Lachen
wird meinen Händen wie ein
frisch erglänzendes Schwert sein.

Und am herbstlichen Meer
soll deines Lachens Sturzflut
gischtend himmelwärts steigen,
und im Frühling, du Liebe,
wünsche ich mir dein Lachen
als Blüte, lang erwartet,
blaue Blume, die Rose
meines klingenden Landes.

Lache über die Nacht,
über den Tag, den Mond,
lache über die krummen
Gassen unserer Insel,
lache über den Burschen,
den Tolpatsch, der dich liebt,
aber wenn ich die Augen
öffne, wenn ich sie schließe,
wenn meine Schritte fortgehn,
wenn sie dann wiederkommen,
nimm mir das Brot, die Luft,
nimm mir das Licht, den Frühling,
aber niemals dein Lachen,
denn sonst würde ich sterben.

Pablo Neruda

http://thedailyfreak.wordpress.com/mindfood/pablo-neruda-dein-lachen/

http://www.el-poeta.de/

Pablo Neruda

Pablo Neruda wollte nicht nur die Dichtung seiner Heimat erneuern, er war auch das Sprachrohr des einfachen Volkes im Kampf gegen den Faschismus. Seine Poesie ist auch heute noch Ausdruck eines humanen Sozialismus.

Nerudas Lebensweg kann beispielhaft für den vieler Intellektueller seiner Zeit gesehen werden. Sein Leben war geprägt von der Suche nach dem richtigen Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit, er verirrte sich in Abwege und Widersprüche und war dennoch konsequent im Einsatz für die Schwachen und Unterdrückten.

Pablo Neruda kämpfte nicht nur politisch auf Seiten des Kommunismus, auch sein poetisches Werk ist Ausdruck von großer Einfühlsamkeit für die Bedürfnisse und Wünsche des kleinen Mannes. Im Kampf für soziale Gerechtigkeit und eine neue und eigenständige Identität Chiles entstanden Verse, die noch heute, knapp 100 Jahre nach seiner Geburt, Gültigkeit haben.

Biografie: Der Poet

Pablo Nerudas politische Erfolge gehen einher mit seinem literarischen Erfolg, der durch die Verleihung des Nobelpreises für Literatur am 21.10.1971 seinen Höhepunkt erreicht. Der meistgelesene chilenische Dichter wird für seine melancholische Poesie ausgezeichnet. Thematisch kreist sein dichterisches Werk um die Liebe, die Natur, seine chilenische Heimat und das Individuum in der Gesellschaft. Mit “Dichter der verletzten Menschenwürde” beschrieb die Stockholmer Akademie nach der Verleihung des Nobelpreises im Kern das Bestreben des dichterischen Werkes Pablo Nerudas.

Er erreichte mit seiner erzählenden Lyrik alle Volksschichten. Die Spannweite seiner erzählenden und stimmungsvollen Lyrik reicht von einer leidenschaftlich explosiven bis zu einer sinnlich zärtlichen Ansprache, die den Leser als unmittelbar miterlebenden Dialogpartner erfasst, eine sinnenstarke Poesie der Leidenschaft, Kraft und Musikalität.

Syrische Rebellen nehmen philippinische UN-Blauhelmsoldaten als Geiseln und droht sie als Gefangene zu behandeln! Unter den Rebellen scheint die Ablehnung der USA zu wachsen!

6. März 2013, 19:36
  • Auf dem Youtube-Video sind mehrere UN-Fahrzeuge zu sehen
    foto: reuters/social media website via reuters tv

    Auf dem Youtube-Video sind mehrere UN-Fahrzeuge zu sehen


Verteidigungsministerium: keine Österreicher betroffen – Aufständische verlangen Abzug der Armee

Damaskus/Beirut – Etwa 30 syrische Rebellen haben am Mittwoch 20 philippinische UN-Blauhelmsoldaten als Geiseln genommen. Die Soldaten seien in der südlichen Provinz Daraa gefangengenommen worden, sagte ein Sprecher der in Großbritannien ansässigen syrischenBeobachtungsstelle für Menschenrechte. Am Abend bestätigte die UNO die Geiselnahme. Die Blauhelme seien in einer Versorgungsmission unterwegs gewesen, als der Konvoi nahe des vor einer Woche geräumten Beopbachtungspostens 58 in der Nähe des Dorfes Al Jamla gestoppt wurde.

Rebellen drohen

Ein Youtube-Video zeigte die Rebellen, die der Gruppierung “Märtyrer von Yarmouk” angehören sollen. Sie wollten ihre Geiseln nicht freilassen, bevor sich die syrische Armee aus der Region zurückgezogen hätte, und stellten ein 24-Stunden-Ultimatum, nach dessen Ablauf sie die Blauhelme als “Gefangene” behandeln wollen. Ein Rebell warf den US-Soldaten vor, mit der syrischen Armee zusammenzuarbeiten.

Es sei kein Österreicher betroffen, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer. Auf den Golan-Höhen sind seit 1974 etwa 370 österreichische Soldaten stationiert. (red/APA, 6.3.2013)

http://derstandard.at/1362107667463/Syrische-Rebellen-nehmen-UN-Blauhelme-als-Geiseln

Dignity! Menschenwürde für alle!!!! Vorschlag für den Aufbau eines Internationalen Schulnetzwerkes – Wer hat Interesse, es mit aufzubauen?

Dignity! Menschenwürde für alle!!!!

Internationales Schulnetzwerk

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Vorschlag eines Konzepts

Die Welt hat heute mehr technische und wirtschaftliche Möglichkeiten als je zuvor! Trotzdem ist das Leben vieler Menschen durch soziale Unsicherheit und Perspektivlosigkeit gekennzeichnet.

Wir wollen unsere wachsenden technischen Möglichkeiten, die weltweite Kommunikation und die Fremdsprachen nutzen! Mit ihnen wollen wir eine weltweite Lerngemeinschaft aufbauen, um gemeinsam dazu beizutragen, eine Welt mit Frieden und menschenwürdigem Leben für alle aufzubauen.

Das Schulnetzwerk Menschenwürde für alle!

ZIEL: Über eine Vernetzung von Schulen das persönlichen Kennenlernen, das Wissen über die unterschiedlichen Lebensumstände, den Austausch von Meinungen und Informationen fördern  und so gemeinsames Lernen und Verständigung voranbringen.

Um den Frieden zu erarbeiten, wollen wir vor allem auch Schulen oder Klassen in Schulen mit den Schulen und Klassen in Ländern und Regionen in Kontakt, zwischen  denen Konflikte bestehen, aus Industrie- zu „Entwicklungsländern“ (oder frühere Kolonialländer zu den kolonialisierten Ländern), zwischen Regionen in einem Land, deren Ethnien im Konflikt sind, zwischen Schulen in Regionen mit verschiedenen Religionen, zwischen den BRIC-Staaten und den westlichen Ländern. Ideal wäre, wenn verschiedene Klassen einer Schule Kontakte zu Klassen von Schulen in den verschiedenen Räumen aufbauen und die Erfahrung dann in die Schule einbringen, damit sich so im Alltag der Schulen das Gefühl entwickelt, zu „einer menschlichen Familie“ zu gehören, der Vision der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Verbindungen streben wir an zwischen allen Regionen der Erde.

Das Schulnetzwerk besteht aus

1.)    Länderkomitees, die die Schulen unterstützen bei der Vernetzung und sie mit ihnen organisieren und Pläne erarbeiten, das Netzwerk im ganzen Land bekanntzumachen.

2.)    Den Schulen des Netzwerkes

3.)    Beiräte aus Wissenschaftlern und anderen Fachleuten

4.)    Partner können werden: Kultusministerien, Lehrerorganisationen, Schülervertretungen, Lehramtsstudenten, lokale Komitees von AIESEC, Black&White-Vereine, andere NGOs finanzielle Förderer.

Die Mittel des Schulnetzwerkes: Live-vernetzung von Klassen über Skype, Emailaustausch, Kommunikation über Facebook, Erstellung von Bildern und Videos füreinander, gemeinsame Bearbeitung von  Themen, Bereitstellung und gemeinsame Nutzung von Lernmaterialien in einem Blog

UMSETZUNG DES PROJEKTS

1.)   Erste Aktionen  ab April 2013 in Schulen in Kamerun, Kenia, Ghana, Togo und Deutschland. Bei Erfolg Umsetzung in weiteren Ländern ab 2014.

2.)   Beginn des Austausches: wir legen Themen für die Monate ab April 2013 fest, die an den Mitgliedschulen behandelt werden und beginnen mit den zwischen-schulischen Online Gespräche, die für verschiedene Klassen in der Regel einmal im Monat in jeder Schule des Netzwerkes mit der Unterstützung von Lehrern und Schülern angesetzt werden

3.)   Wir werden das Konzept im ersten Jahr entwickeln und auf seine Effektivität testen, um es dann weiter verbreiten zu können.

4.)   Vorstellung des Konzepts an Schulen, bei Fonds, bei AIESEC  und anderen Organisationen sowie den Kultusministerien  und Nachfrage für Unterstützung

5.)   Interessierte Schulen bilden Arbeitsgruppen für die Mitarbeit und erarbeiten Konzeptionen für die Beteiligung an der Schulen und mit Partnerschulen im Netz

6.)    Das Netzwerk sucht Partnerschulen in den wohlhabenderen Ländern zur Unterstützung der Errichtung von Kommunikationsräumen mit Computern, Internet, Kameras in den weniger wohlhabenden Ländern, um weltweit allen die Mitarbeit an der Zukunftsgestaltung zu ermöglichen. Die über das Netzwerk geförderten Kommunikationsräume werden organisiert von einem Länderkomitee (später auch regionalen Komitees) aus Vertretern der Schule, des Black&White-Vereins und anderen angeschlossenen Schulen, ev. in Kooperation mit der Schulbehörde.

7.)    Die Länderkomitees in den beteiligten Ländern schließen Verträge mit den Schulen über ihre Beteiligung am Netzwerk ab, die klare Verantwortlichkeiten festlegen.

Initiative Black&White
Ferdinand Lekaboth (Kamerun), Eunice Oduro Bentum (Ghana), Elisabeth Niamkey (Elfenbeinküste), Wolfgang Lieberknecht (Bundesrepublik)
b.u.w@gmx.net
05655-924981

Töte zuerst! Unser Auftrag von der israelischen Regierung hat nie den Schutz der Rechte der Palästinenser eingeschlossen! Erstmals sprechen sechs ehemalige Führungschefs des israelischen Inlandsnachrichtendienstes Schin Bet. In dem Oscar nominierten Film sprechen sie ohne Umschweife über den moralischen Zwiespalt, in dem sie sich aufgrund von Folter und Terror, Verhaftungen und Ermordungen befanden.

http://www.arte.tv/de/toete-zuerst-der-israelische-geheimdienst-schin-bet/7308280.html

Bundesregierung will EU-weite Frauenquote kippen! Laut dem Gesetzesentwurf der EU-Kommission sollen in börsennotierten Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten oder 50 Millionen Euro Jahresumsatz mindestens 40 Prozent der nichtoperativen Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzt werden. Die Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU ist laut der Zeitung diese Woche aufgefordert worden, dafür zu sorgen, dass die EU-Richtlinie in Brüssel keine Mehrheit findet. Selbst das bisher pro Frauenquote eingestellte deutsche Arbeitsministerium habe man mittlerweile auf Linie gebracht.

Deutschland will EU-weite Frauenquote kippen

6. März 2013, 10:33

Die Einführung einer EU-weiten Frauenquote steht wieder auf der Kippe. Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, macht die deutsche Bundesregierung sich in Brüssel gegen die Quote stark. Selbst das bisher pro Frauenquote eingestellte deutsche Arbeitsministerium habe man mittlerweile auf Linie gebracht.

Laut dem Gesetzesentwurf der EU-Kommission sollen in börsennotierten Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten oder 50 Millionen Euro Jahresumsatz mindestens 40 Prozent der nichtoperativen Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzt werden. Bis 2020 soll die Quote erreicht sein, bei staatlichen Unternehmen schon 2018.

Deutschland will Sperrminorität bilden

Die Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU ist laut der Zeitung diese Woche aufgefordert worden, dafür zu sorgen, dass die EU-Richtlinie in Brüssel keine Mehrheit findet. So sollte laut der Weisung, die der Zeitung vorliegt, auch auf Botschafterebene für die deutsche Haltung geworben werden. Ziel sei die Ablehnung des Richtlinienvorschlags durch die Bildung einer Sperrminorität. (rom, derStandard.at, 6.3.2013)

http://derstandard.at/1362107561797/Deutschland-will-EU-weite-Frauenquote-kippen

Bild: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/uta-glaubitz-sexismus-als-machtinstrument-im-berufsleben-a-880054.html

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